In der Jahresschlusssitzung des Gemeinderates Thundorf blickte Bürgermeister Egon Klöffel auf das zu Ende gehende Jahr zurück und richtete den Blick auf das kommende Jahr. Vorab dankte er seinem Gemeinderat für die stetige, konstruktive Zusammenarbeit, den Bediensteten im Bauhof und in der Verwaltung, den Hilfsorganisationen, kirchlichen Gremien und vor allem den funktionierenden Vereinen in allen drei Gemeindeteilen. Besonderen Dank sprach er seiner Stellvertreterin und 2. Bürgermeisterin Judith Dekant aus. "Sie musste mich oft vertreten und hat das mit Bravour gemacht." Selbst 3. Bürgermeister Werner Wenzel war zweimal im Einsatz.
Bevor Klöffel seinen Rückblick gab, Sitzungen wurden insgesamt zwölf und drei Bürgerversammlungen abgehalten. Besondere Ereignisse waren die 200-jährigen Jubiläen des Gemeindebrauhauses und der katholischen Kirche in Thundorf und das Dorffest in Rothhausen.


Förderung der Innenentwicklung

In seinem Rückblick ging Klöffel auf die Interkommunale Allianz "Schweinfurter Oberland" und die Arbeit ihrer Managerin Julia Hafenrichter ein. Die Allianz ist es, in der die Rahmenbedingungen für die beteiligten Kommunen im ländlichen Raum behandelt werden. In erster Linie stehen dabei der demographische Wandel, die Überalterung der Gesellschaft, die sinkenden Einwohnerzahlen und Leerstände besonders im Innenortsbereich, im Fokus.

Um dem entgegenzuwirken, hat die Allianz einen gemeindlichen Fördertopf beschlossen, der den Anreiz für die Wiederbelebung in den Dörfern schaffen soll. Seit dieser Installation des Förderpools gingen bei den Allianzgemeinden schon 43 Anträge von Bauwilligen ein, die Leerstände reaktivieren möchten. In der Gemeinde wurden bereits zwei Objekte gefördert und weitere Anträge liegen vor.


Bauhof erheblich erweitert

Die wohl größte Maßnahme in diesem Jahr war die Erweiterung des Bauhofes und der damit verbundene Erwerb des Geiß-Anwesens. Nicht nur die vorhandenen Nebengebäude wurden zweckmäßigerweise um- und ausgebaut zu diversen Lagerräumen und einer Werkstatt, sondern anstelle der baufälligen Scheune auch eine neue Halle mit 24,20 Meter Länge und 15,99 Meter Breite errichtet. Das vorhandene Wohngebäude soll als Sozialraum und Büro für die Bauhofmitarbeiter genutzt werden.

Schwierig gestaltete sich die Absicherung des Hanges am Feuerwehrgerätehaus in Thundorf. Diese Maßnahme mit geschätzten Kosten von 50 000 Euro ist kürzlich fertiggestellt worden, mit Mehrkosten, laut Stand 22. Dezember 2016, von 94 Euro. "Besser kann man nicht kalkulieren", so Gemeinderat Peter Saal.

Am Rathaus Thundorf war eine neue Dacheindeckung ebenso notwendig, wie auf den Feuerwehrgerätehäusern in Rothhausen und Theinfeld. Weiter wurden am Rathaus Thundorf der Sandsteinsockel erneuert und das Auswechseln der Fenster in Auftrag gegeben. Neue Fenster erhielt auch das Schützenhaus in Rothhausen.


Theinfelder Kirche im Blick

Klöffel verwies auf die Asphaltierungsarbeiten in Rothhausen und Thundorf und die Errichtung der "Gabionenwand" am Felsenkeller in Theinfeld. Im Rahmen des neu errichteten Biotops am Gewerbegebiet Vogtswiesen wurde eine Feuerlöschanlage errichtet. Für 2017 soll der Haushalt in den ersten Monaten verabschiedet werden. Als vordringliche Maßnahme im neuen Jahr nennt Bürgermeister Klöffel die Sanierung der Kirche in Theinfeld.