Die Umgestaltung des Dorfplatzes bewegt in Seubrigshausen die Gemüter. Mehr als 100 Bürger waren bei der Bürgerversammlung zu diesem Thema, Bürgermeister Helmut Blank (CSU) freute sich über das große Interesse. "Die Projektgruppe, die sich mit der Umgestaltung des Dorfplatzes beschäftigt, hat viel Zeit investiert und sich viel Mühe gegeben", sagte Blank und fügte an: "Man kann aus dem Dorfplatz in Seubrigshausen viel machen, damit er eine echte Zierde wird." Zudem solle die Erneuerung der Ortsdurchfahrt zeitgleich mit der Umgestaltung des Dorfplatzes verwirklicht werden; die Synergieeffekte, die sich hierbei ergäben, müsse man einfach nutzen.
Laut Thomas Müller aus Seubrigshausen hatte das Ingenieurbüro Dietz & Partner fünf Varianten einer möglichen Umgestaltung erarbeitet und den Seubrigshäusern im September 2013 präsentiert und zur Abstimmung gestellt. Wegen der unterschiedlichen Meinungen wurden von dem Ingenieurbüro weitere Varianten erarbeitet, die sich auf eine Platzgestaltung zwischen Kirche, Feuerwehr und Kreisstraße bezogen.

ALF für Bürgerbeteiligung

"Die neu erarbeiteten Varianten wurden anschließend an das Amt für Ländliche Entwicklung Unterfranken (ALE) übermittelt, um die Möglichkeit einer Förderung abzuklären", sagte Müller. "Von Seiten des ALE wurde darum gebeten, die Seubrigshäuser intensiv bei der Planung zu beteiligen und ein Konzept zusammen mit der Ortsbevölkerung zu entwickeln." Zusätzlich wurde die Möglichkeit eines Seminarbesuchs an der Schule für Dorf- und Flurentwicklung in Klosterlangheim geboten, um hier gemeinsam Lösungsansätze zu erarbeiten. Helmut Blank regte im September 2014 bei einer Bürgerversammlung an, das Seminar zu besuchen. 14 Seubrigshäuser, der Architekt, der Bürgermeister und der Leiter des Bauamts seien im November beim Seminar "Einfache Dorferneuerung" gewesen. Dabei sei das Wichtigste gewesen, "Kompromisse einzugehen", sagte Müller.
Marco Hornung und Bernd Klöffel stellten den ersten Konzeptentwurf für den Dorfplatz vor. Dabei hatten sie das Areal in mehrere Abschnitte eingeteilt, die Punkt für Punkt vorgestellt wurden. Das ALE hatte zur Auflage gemacht, dass der komplette Platz beleuchtet werden müsse. "Außerdem soll der Ort vor dem Feuerwehrhaus Platzcharakter bekommen", sagte Hornung. Die Straße müsse bei der Umgestaltung so verändert werden, dass der Verkehr leichter fließen kann. Außerdem soll die Figur des "Schmerzensmanns" an die Seite gestellt und mit Bodenleuchten angestrahlt werden. Zudem sollen acht Parkplätze zur Kirche hin geschaffen werden, der Radius der Straße am St.-Kilians-Platz soll weiter gezogen werden, damit auch die Busse uneingeschränkt fahren können. Da die Zisterne baufällig sei, müsse auch in diesem Bereich etwas gemacht werden.
Die Frage, welches Pflaster man für den Platz verwenden werde, ließ Bernd Klöffel, der Hornung bei seinem Vortrag unterstütze, offen: "Die Details werden später festgelegt." Der Bushaltestellenbereich hinter dem Feuerwehrhaus habe sich bewährt. "Wir wollen ihn deshalb grundsätzlich beibehalten, aber schöner gestalten", sagte Hornung. Hohe Bordsteine seien hier verpflichtend, um es zu ermöglichen, ebenerdig in den Bus steigen zu können. Der Bereich zwischen Gemeindehaus und Kirche bzw. der Platz vor dem Gemeindehaus sei der beste Standort für einen Brunnen, ist sich Hornung sicher: "Noch ist aber nicht endgültig entschieden, wie der Brunnen aussehen soll." Geplant sei auf jeden Fall, dort auch Sitzgelegenheiten zu errichten. Die Fahnenmasten am Platz sollen an dem Ort verbleiben, an dem sie heute schon stehen. An der Kirche sei eine Rampe für Rollstuhl- und Rol-latorfahrer geplant.

Für einheitliches Pflaster

Bernd Klöffel sagte, dass auch die Ortsstraße vom Kreis neu gemacht werde: "Hier muss man sich dann natürlich auf ein einheitliches Pflaster einigen." An der ehemaligen Bucht für den Bus würden zudem Gehsteige und Grünanlagen geplant. Bei der Umgestaltung würden mehr als 20 Parkplätze entstehen. "Die Parkplatzsituation wird auf jeden Fall nicht verschlechtert" , sagte Marco Hornung.
Bei der Siedlungsanbindung soll der dort befindliche Gaskasten entfernt werden. Die Straße in diesem Bereich soll als Kreuzung verwirklicht und im Radius angepasst werden, um das dortige Gefahrenpotenzial zu reduzieren. Auf jeden Fall wolle man hier dafür sorgen, dass der Verkehr leichter fließen kann.

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