Am Freitag erreichte Organisator Joachim von Hippel ein Schreiben, worin ihm mitgeteilt wird, dass keine Veranlassung mehr gesehen wird, das bisher erbrachte städtische Engagement im Bereich des Wärmezeltes, des städtischen Hindernisses als auch der Verteilung von Getränken an der Strecke sicherzustellen. Unterzeichnet ist das Schreiben von 2. Bürgermeister Michael Kastl (CSU). Bürgermeister Helmut Blank (CSU) befindet sich im Urlaub. Mit Bedauern habe er der Presse entnommen, dass der Extremlauf 2016 aller Voraussicht nach nicht mehr in Münnerstadt, sondern in Bad Kissingen stattfinden soll, heißt es in dem Schreiben von Michael Kastl. Als Grund für die Kündigung der Hilfe wird eine Presseberichterstattung genannt, "wonach der Stadt Bad Kissingen weder bei der Vorbereitung, der Ausführung noch bei der Wiederherstellung der Strecke finanzielle Belastung entstehen dürfen". Deshalb sehe er auch keine Veranlassung mehr dafür.

"Wortbruch"

"Es gibt doch noch gar keine detaillierten Verträge mit der Stadt Bad Kissingen", sagt Joachim von Hippel dazu. Die Kündigung der Unterstützung durch die Stadt bezeichnet er schlicht als Wortbruch. Aber: "Ich habe bei der Bundeswehr gelernt auf Veränderungen zu reagieren." Die Herausforderung nimmt er an, schon am Freitag hat er erste Gespräche geführt. "Ich bin für die Läufer verantwortlich", sagt er. Es werde bei der Veranstaltung am 7. März Wärmezelte am Loch Ness und am Sportzentrum geben, auch für warme Getränke werde gesorgt sein. Joachim von Hippel ist sich sicher, dass die Kündigung der Hilfe sich nicht auf den Lauf auswirkt. "Es soll eine schöne Veranstaltung werden", sagt er. Dass es definitiv die letzte in Münnerstadt ist, daran lässt Joachim von Hippel nun keinen Zweifel mehr.

Die Meinung geändert

Enttäuscht ist er, weil Pressesprecherin Ursula Schemm noch zwei Tage zuvor mit Helmut Blank telefoniert und er die Unterstützung nach wie vor zugesagt hat, was der Bürgermeister auch aus seinem Urlaub heraus gegenüber unserer Zeitung bestätigte. Mit der Nachricht, dass Bad Kissingen nichts beisteuert, habe sich seine Meinung geändert. "Ich halte die Entscheidung von Michael Kastl für absolut vertretbar", so Blank. Die Unterstützung durch die Mitarbeiter der Stadt entspreche einem vierstelligen Betrag, sagt Michael Kastl dazu. Bisher habe man das als eine Art Wirtschaftsförderung gesehen, damit der Lauf auch im nächsten Jahr stattfinden kann. Schon immer habe es auch kritische Stimmen zu dieser Förderung gegeben.