Die Führungsspitze der Freiwilligen Feuerwehr Windheim ist wieder komplett. Erster Kommandant ist nun Manuel Gessner, der vom Zweiten Bürgermeister Michael Kastl im Namen der Stadt als Notkommandant bestellt worden war. Aus den Reihen der Windheimer Wehrleute hatte sich keiner gefunden, der dieses Amt ausüben will.
"Uns ist das Selbstbestimmungsrecht der Wehr sehr wichtig. Aus diesem Grund wollen wir auch die Meinung der Windheimer Feuerwehrleute dazu haben, ob sie hinter einem von der Stadt bestellten Kommandanten stehen", sagte Kastl vor der Bestimmung des Kommandanten. Fast überwältigend war der Vertrauensbeweis der Windheimer für Manuel Gessner. Mit einer Stimmenthaltung votierten alle dafür, dass die Stadt nach Möglichkeit Manuel Gessner zum Kommandanten bestimmt.
"Die Stadt muss natürlich darauf hinarbeiten, dass sich wieder ein Kommandant aus den Reihen der Windheimer findet", erklärte Kastl das Ziel.

Nachwuchs in den Startlöchern

Ortssprecher Klaus Schebler meinte, dass der Nachwuchs für diese Tätigkeit bereits in den Startlöchern stehe. Allerdings seien diese noch zu jung. Sie müssten zunächst diverse Kurse besuchen und als Gruppenführer zuerst einmal Erfahrung sammeln, bevor sie dann die Wehr leiteten. "Aus diesem Grund ist es sinnvoll, dass man Manuel Gessner auf zwei Jahre als Kommandant bestimmt, bis der Nachwuchs soweit ist", meinte auch stellvertretender Kommandant Thomas Müller.
"Mir geht es vor allem darum, dass der Nachwuchs nicht ins kalte Wasser geworfen wird. Schließlich hat man als Kommandant immense Verantwortung", sagte Manuel Gessner zu seinem Schritt, in Windheim als Kommandant das Amt anzunehmen. Ihm sei es wichtig, dass aus der Mitte der Windheimer wieder ein Kommandant gefunden wird, der diese Aufgabe in Zukunft übernimmt.
Der 33-jährige Gessner ist bereits seit sieben Jahren Kommandant der FFW Reichenbach und auch beruflich mit der Feuerwehr sehr verbunden und verfügt über die erforderliche Fachkenntnis. Deshalb ist es für ihn wichtig, dass die potenziellen Kandidaten für den Kommandantenposten sich zuerst einmal ein Bild - auch vom Ernstfall - machen können. "Angedacht ist, dass die Übungen weiter in Windheim abgehalten werden. Natürlich sind die Kameraden auch eingeladen, die Übungen in Reichenbach zu besuchen", sagte Gessner. Auch sein Stellvertreter Thomas Müller meinte, dass man hier mehr zusammenarbeiten sollte. "Im Atemschutzbereich funktioniert dies schon sehr gut", sagte er.
Erleichtert zeigte sich Kreisbrandmeister Benno Metz. "Ich bin guter Dinge", meinte er. Die jetzt gefundene Lösung könne auch dazu beitragen, dass die Wehren insgesamt enger zusammenarbeiten. Zweiter Bürgermeister Michael Kastl sieht die Lösung als Chance: "Junge Leute befinden sich in Windheim in Ausbildung, die die Führungsspitze eines Tages übernehmen können. Das freut mich", sagte er. Manuel Gessner regte an, Übungen auch für die älteren Feuerwehrleute anzubieten, die ihre 25-jährige Dienstzeit bereits hinter sich hätten. Dies sei sinnvoll, da im Ernstfall jede Hand gebraucht werde.