Bereits einige Wochen vor dem Termin waren die 199 Karten vergriffen, ein Beweis, dass der 2002 gegründete Chor aus Bad Königshofen und Umgebung in der Region einen hohen Bekanntheitsgrad hat und die Erwartungen hoch sind.
Mit "alte Takte" brachten die 35 Akteure Welthits wie "Don`t cry for me Argentina", "Bridge over troubled water" oder "He ain't havy" auf die Bühne. Ganz bewusst setzte der Chor musikalisch "neue Akzente" und entführte das Publikum auf eine musikalische Zeitreise in die Renaissance und Romantik mit besonderen Arrangements. So brachte "Taktzente" bei der einfühlsam gesungenen Ballade "Es waren zwei Königskinder" die Zuhörer am Schluss mit der Bemerkung "Wie gut ist elektrisches Licht" gar noch zum Lachen. Ob getragene Melodien wie auch "Toter Knabe" von Johannes Brahms oder "Bohemian" von Queen oder beschwingte Melodien wie "Lemon Tree" oder "Let the sunshine in", der Chor bewies erneut sein breitgefächertes Repertoire und bildete bei a cappella gesungenen Stücken die gleiche hohe Qualität wie mit Instrumentalbegleitung.

Dezente Begleitband

Die Begleitband mit Andreas Voigt (Piano), Harald Söder (Keyboard), Egbert Reußenzehn (Schlagzeug), Michael Weiß (Gitarre) und punktuell Reiner Kolla (Saxofon) hielt sich stets dezent im Hintergrund und begleitete einfühlsam. Großartig war auch die Solostimme von Michael Benz - im jugendlichen Alter einige Jahre Mitglied bei den Regensburger Domspatzen - beim Lied "She`s got away". Ein Hörgenuss und Hingucker sind die 23 Damen, wenn sie, fesch kostümiert, bei "Big Spencer" und "Sandman" mit dem Publikum flirten. Das Männerensemble, angelehnt an die "Comedian Harmonists" und natürlich mit dem Schmuselied "Ich brech die Herzen der stolzesten Fraun", leistet sich sogar mit Christoph Jeßberger einen neuen, schwungvollen Dirigenten.
An der Spitze des musikalischen Kunstwerks mit passender Dekoration, mehrfacher musikalisch geschickt überbrückter Umkostümierung und ansprechender Choreografie stand Franziska Bauer. Sie dirigiert den Chor seit 2009 mit großem Engagement, hochkonzentriert, aber stets locker. Und weil die 23 Damen und zehn Herren ihrer Chefin exakt folgten, bot "Takzente" auch mit dem neuen Programm ein Konzert von musikalischer Güte und hohem Unterhaltungswert. Mit "danke für einen sehr schönen Abend" verabschiedete sich eine Besucherin von Sänger Peter Kolb. Michaela Wedemann aus Reichenbach fasste ihre Eindrücke prägnant zusammen: "Grandios, diese Stimmen, diese Vielseitigkeit, diese tolle Liedauswahl."