Wenn das Blitzlichtgewitter das Vereinsheim "Alte Schuel" erhellt, und Prominente sich zum Stelldichein beim "Starauflauf in Windheim" die Klinke in die Hand geben, dann weiß man, dass zum Kappenabend nach Windheim eingeladen ist. "Film ab", hieß es am Samstag, die Show zog sich bis weit nach Mitternacht hin. Die die Besucher hatten sehr viel Spaß mit dem abwechslungsreichen Programm.


Treffsicherer Spott

Durch den Abend führte das Moderatorentrio Lothar Hein, Angela Beck und Thomas Reuß, die nicht nur die einzelnen Auftritte kommentierten und für die Musik sorgten, sondern auch die Geschehnisse im Ort aufs Korn nahmen. Treffsicher setzten sie ihren Spott an. Gleich zu Beginn heizten die Showgirls von der Euerdorfer-Karnevals-Gesellschaft dem Publikum als Cowgirls und Cowboys ordentlich ein. Doch was wäre der Starauflauf ohne Stars und Sternchen? Der Veranstalter hatte keine Kosten und Mühen gescheut, weltbekannte Entertainer nach Windheim zu holen. Doris Day (Judith Hein) wusste beim Showsingen mit "Que sera, sera" zu gefallen. Frank Sinatra (Roland Bötsch) und Grace Kelly "Andrea Nöth" legten eine flotte Sohle aufs Parkett. Und als die wasserstoffblonde Marilyn Monroe (Christina Schlembach) gefühlvoll ihr "I wanna be loved by you" ins Mikro hauchte, flogen ihr die Herzen zu.

Cindy aus Marzahn (Petra Bötsch) beklagte sich bitter darüber, dass sie viel zu sexy sei, um einen Mann zu finden. "Cindy", die in einem rosaroten Jogginganzug steckte, hatte die Lacher auf ihrer Seite.

Nachdem sich die drei Moderatoren über die Stromladesäule und den Parkautomaten in Münnerstadt lustig gemacht hatten, brachte die Show "Aktenzeichen XY völlig losgelöst" Windheimer Kriminalfälle auf die Bühne. Edgar Zimmermann (Edgar Borst) und seine beiden Assistenten Rudolf Hirtler aus Österreich (Thomas Müller) und Quirlli Ricola aus der Schweiz (Christoph Hein) lösten zahlreiche Kriminalfälle. Dass dabei Windheimer Originale aufs Korn genommen und man sich das Dorfgeschehen lustig machte, gefiel vielen Zuschauern sehr.


Stelldichein von Stars

Die Saale-Nixen aus Bad Bocklet sorgten mit ihrem Tanz für gute Stimmung. Mit ihrem Abba-Medley und der phantasievollen Kostümierung wussten sie zu gefallen. Ein wahres Stelldichein von Stars war der Showtanz der "ehemaligen Bude mit Nachwuchs". Von den "Men in Black" über den Stars von "Dirty Dancing" bis hin zu Michael Jackson ("Thriller") und noch viel weiter reichte das Staraufgebot. Auch Tina Turner (Kevin Geheeb) sorgte für viel Spaß in der "Winner Schuel".

Auch ältere Hollywood-Stars fanden den Weg nach Windheim, so beispielsweise "Dick & Doof". "Ich bin net doof" (Petra Bötsch) und "Ich bin net Dick" (Roland Bötsch) wussten zu gefallen. Dabei konnten sie es nicht lassen, über Vorgänge im Dorf zu lästern, aber auch sich selbst nahmen sie mit viel Selbstironie gekonnt auf die Schippe.


Die "lange Ünnerhose"

Doch nicht nur nach Hollywood ging es, auch die neuesten Mode-Kreationen von "Roland" Darnell (Roland Bötsch) wurden vorgeführt. Dass die "lange Ünnerhose" in der Haute Couture ein Schattendasein fristet, diesem Umstand wollte sich der Star-Designer entgegenstellen. Vom Lendenschurz über den Schal bis hin zur Mütze reicht die Vielfalt. Die modebewusste Dame kann sie aber auch als Stola oder Bolero tragen. Als "Backstreet-Boys" und als "Spice-Girls" entführten das Männerballetts in die 90er Jahre.


Moderatoren werden veralbert

Edgar und seine Crew (Edgar Borst, Thomas Müller, Christoph Hein) veralberten die Moderatoren. Dass man sich bewusst über die political correctness hinwegsetzte und damit Grenzen sprengte, gehört aber zu den Spezialitäten des Trios.

Die Verleihung des Oscars ging an Klaus Schebler, der mit seinem filmischen Beitrag über das Mürschter Hallenbad laut Moderator Thomas Reuß Geschichte geschrieben habe. Das Publikum war vom fünstündigen Dargebotenen begeistert, wie der große Applaus zeigte.