Der Kappenabend in Windheim hat eine lange Tradition. Besonders um örtliche Themen geht es in der bunten Veranstaltung, aber natürlich darf auch der Tanz nicht fehlen. Hierfür waren in diesem Jahr unter anderem Melanie Kirchner und Hannah Hopf verantwortlich, die die Winner Mädels seit mittlerweile drei Jahren trainieren.

Lange Vorbereitung

Das Üben beginnt schon lange vor dem Kappenabend. "Nach den Sommerferien haben wir mit dem Training begonnen", sagt Melanie Kirchner. Schon im Vorfeld muss man sich Gedanken über die einzelnen Schritte machen, aber Übung hat die Truppe eigentlich genug - sind doch Kirchner und Hopf in der DJK Übungsleiterinnen für Sport und Tanz. Extra hierfür haben sie im Sommer 2013 eine Ausbildung zu Klub-Assistenten gemacht. "Das war wichtig: Jetzt können wir die Gruppe auch offiziell leiten", meint Hannah Hopf.

Doch nicht nur den Tanz, auch die Kleider suchen sie selbst aus. In diesem Jahr traten sie im Fußballdress auf und erwiesen so den Kickern der DJK Windheim ihre Reverenz. Gleichzeitig zeigen sie aber auch, dass es eben nicht nur Fußball bei den Windheimern gibt, sondern das Vereinsleben auch in anderen Sportarten blüht. Dabei sind die beiden Trainerinnen vor allem mit der Moral ihrer Mädels mehr als zufrieden: "Alle sind regelmäßig beim Üben erschienen, Meinungsverschiedenheiten gibt es bei uns so gut wie nicht", meint Kirchner.

Der Windheimer Kappenabend ist für sie immer ein Höhepunkt, nicht nur in tänzerischer Hinsicht: "Man kann hier Freunde treffen und sich über lokale Themen amüsieren", meint Hopf, "das ist immer wieder sehr schön".
Thema in diesem Jahr war die Baustelle. Durchs Programm führten Thomas Reuß, Lothar Hein und Claudia Beck, letztere war der Bauleiter. Und wie erkennt man einen Bauleiter? Richtig, er hat einen weißen Helm. "Brötchenholer vom Dienst", war dabei Thomas Reuß, der mit seinen polyglotten Sprachfähigkeiten dafür sorgte, dass seine Arbeiter überall in Europa ihre belegten Brötchen bekommen. Getreu dem Motto von Bob, dem Baumeister "Ja, wir schaffen das", gab es ein abwechslungsreiches Programm, bei dem es natürlich auch Baustellen-Spezialgetränke "frisch aus der Mörtelkufte" gab.

Bericht aus dem Eheleben

Einen Tanzauftritt hatten die Minis, die von Daniela Müller und Theresia Beck trainiert wurden und mit ihrem Wildwest-Auftritt für viel Applaus sorgten. "Das schönste am ganzen Tag, das sind die Pausen", war das Motto der Bötsche-Crew, die Haarsträubendes über die Winner und ihre Eigenheiten zu berichten wussten. "Handwerk hat schmutzigen Boden", so ihre Erkenntnis in Bezug auf den Bau.

Windexperte Lothar Hein wusste mit spitzer Zunge und viel Sinn für Hintergründiges die Entwicklung der Windheimer Windkraft zu kommentieren. Einer der Höhepunkte des Abends war wieder der Auftritt von Edgar Borst und seiner Truppe. Sie imitierten gekonnt Windheimer Originale und ermittelten, wer beim Schafkopfspielen der Beste ist. Natürlich zogen sie bissig über das Dorfgeschehen her und ernteten für ihren Auftritt ein dreifach donnerndes "Windheim Helau".

Die Tanzgarde vom Faschingsclub Großenbrach hatte einen Gastauftritt, zum Schießen war wieder der Auftritt von Roland und Petra Bötsch. Domina Petra wusste mit ihrer ach so zärtlichen Stimme über das Eheleben zu berichten und wie man es immer wieder aufpeppen muss. Die Zuschauer waren begeistert.

Edgar Borst und Co zeigten, was passiert, wenn Windheimer Damen einen über den Durst trinken, sehr zum Leidwesen ihrer parodierten Ehemänner, die kaum zu Wort kamen. Beim Männerballett ging es sehr bayerisch zu. In Lederhosen und Dirndl ging es zu süddeutschen Klängen richtig zur Sache. Katrin Dudek hatte die Männer trainiert. Natürlich wurde von den Moderatoren auch immer wieder auf die Politik angespielt, die Winner Stadtratskandidaten mussten auf die Bühne und ihre Vorhaben - in ironischer Form - vorstellen.