Mit großem Hurra wurden die rund 1200 Teilnehmer der BR-Radltour in Münnerstadt am Samstag begrüßt. Trotz der tropischen Temperaturen war den Radlern die Freude anzumerken, als sie in die Stadt einfuhren. Sie wurden gastfreundlich willkommen geheißen. Münnerstadt hatte sich herausgeputzt. Die Gewerbetreibenden hatten zahlreiche Stände aufgebaut, an denen sich die erschöpften Radler mit Getränken, Essen und Obst versorgen konnten, bevor es zum Anger weiterging. Hier sorgte die Freiwillige Feuerwehr Münnerstadt für eine Erfrischung, indem sie die Teilnehmer mit ihrem Wassernebel einsprühte.

Kulturelles Programm für Radler

Die Radler blieben für rund zwei Stunden, bevor sie nach Mellrichstadt weiterfuhren. In Münnerstadt wurde ihnen ein umfangreiches Programm geboten. Franz Gock führte Interessierte durch die Stadtpfarrkirche und berichtete über deren Kleinodien. Wolfgang Slama, der BR-Tourorganisator, war von der Willkommenskultur in Münnerstadt begeistert: "Dass heute hier so viel Gäste sind, zeigt, dass die Fahrer in den Herzen der Menschen angekommen sind." Trotz großer Hitze habe das Radeln auch in diesem Jahr wieder viel Spaß gemacht. Es hätten sich noch viel mehr angemeldet, meint er. "Aber bei 1200 mussten wir Schluss machen", so Slama. "Es war wieder einmal eine tolle Gemeinschaft, wir hatten viel Spaß zusammen". Bereits zum 26. Mal fand die Radltour statt: "Auch im nächsten Jahr werden wir uns wieder auf den Sattel schwingen", sagt Slama.

Alte Bekannte auf dem Sattel

Bereits zum achten Mal war in diesem Jahr Herbert Schleyer als Radler mit dabei. "Heuer war es eine regelrechte Hitzeschlacht, die wir Fahrer zu bestehen hatten", sagt der Rentner aus Schweinfurt. 80 Kilometer galt es am Samstag zu bewältigen. "Natürlich muss man im Vorfeld etwas üben, um das Pensum zu schaffen", so Schleyer. Besonders freut ihn in jedem Jahr, dass man immer wieder Bekannte trifft, die wie er schon seit vielen Jahren mitfahren. "Hier herrscht immer eine familiäre Atmosphäre." Münnerstadt hat dem Radler sehr gut gefallen: "Ich war überrascht, wie viele Leute hier die Fahrer der BR-Radltour willkommen geheißen haben." Von der Organisation war er restlos begeistert, ein besonderes Lob sprach er den Feuerwehrleuten aus, die für Abkühlung sorgten.

Gute Vorbereitung ist alles

"Anfangs hatten wir schon etwas Bammel, dass auch alles gut funktioniert", gesteht Inge Bulheller, Leiterin von Kultourismus im Schloss. Es war eine logistische Herausforderung, 1200 Personen rasch mit Essen zu versorgen. "Doch hier hat alles reibungslos geklappt, was auch an der guten Vorbereitung der Metzgerei Glasauer lag", sagt Bulheller. Auch der TSV und der FC Teutonia Reichenbach sorgten dafür, dass der Aufenthalt ein Erfolg war. Ebenso wie die Feuerwehren und der Bauhof, der für den Auf- und Abbau der Veranstaltung sorgte. "Für Münnerstadt war der Zwischenstopp der Radler etwas Besonderes. Wir hoffen, dass einige von Ihnen wiederkommen werden." "Die fränkische Gastfreundschaft wurde sehr gelobt", sagte Bulheller. Zur Verabschiedung fuhren die Teilnehmer mit der Begleitung der Trachtenkapelle Burghausen durch die Stadt.

Anger als Festplatz

"Die BR-Radltour war ein voller Erfolg für Münnerstadt" meint auch der stellvertretender Bürgermeister Michael Kastl. Alles habe perfekt geklappt. "Die Altstadt war für den Zwischenstopp eine wunderbare Kulisse", sagt Kastl. Besonders freute ihn, dass sich viele Besucher aus Münnerstadt und Umgebung eingefunden hatten, um die Radler willkommen zu heißen. "Der Bauhof und der TSV haben mittlerweile sehr viel Übung, den Anger als Festplatz herzurichten", sagt Kastl. Für das nächste Jahr gebe es zwar noch keine Pläne - "ich kann mir aber gut vorstellen, so etwas wie heuer zu wiederholen."