Nachdem die Planungen für die Außenanlagen des Kindergartens in Poppenlauer zuletzt noch deutlich über den Kostenansatz gelegen hatten, legte Architekt Harald Rüger dem Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung nun eine abgespeckte Variante für den zweiten Bauabschnitt vor. Die Kosten für den neuen Entwurf belaufen sich statt auf 241 000 Euro nur noch auf 196 000 Euro.

14 500 Euro Einsparung

14 500 Euro konnten bei Belagsflächen eingespart werden, bei Einbauten 6900 Euro. Für Spielausstattung werden 19 200 Euro weniger ausgegeben, wobei das sogenannte Kombi-Spielgerät in seiner ursprünglich angedachten Ausführung erhalten bleiben soll. Darauf hatten vor allem die Erzieherinnen Wert gelegt. Bei Pflanz- und Saatflächen wurden 2400 Euro abgeknapst.
Diskutiert wurde vor allem der Hausmeisterraum mit überdachter Stellfläche für Müllcontainer, der rechts vom Kindergarten an der Hauptstraße vorgesehen ist. Um ihn nicht zu dominant erscheinen zu lassen, hat ihn Rüger etwas in das Grundstück hinein geplant, was an der Straße wiederum zwei Stellflächen für Pkw ermöglicht. Deren Sinnhaftigkeit wurde in Frage gestellt, denn bei einer Überbauung mit eben jenem Raum gäbe es im Anschluss eine größere Spielfläche aus Rasen. Keinesfalls sollen Dauerparkplätze entstehen. Am Ende wurde Rügers ursprünglicher Vorschlag jedoch mit 8:6 Stimmen genehmigt.
Bei der Nachbetrachtung der Bürgerversammlungen wurde erneut das leidige Thema Geschwindigkeitsbegrenzung am Ortsausgang Richtung Volkers-hausen diskutiert. Bei mehreren Vor-Ort-Besichtigungen mit Polizei und Verkehrssicherungsbehörde kamen die Beamten zu dem Schluss, dass keinerlei Handhabe notwendig sei.
Tatsächlich stelle sich die Situation aber so dar, führte Diethard Dittmar (SPD) aus, dass nicht nur bis zum Ortsschild auf Höhe des Norma-Marktes ganz offiziell Tempo 100 erlaubt sei, sondern völlig legitim auch auf der Straße Lange Heidig vom Rewe-Markt hinauf zum Autoverwerter Muth, da schließlich Außenortbereich. Gerade durch den Einkaufsmarkt sei dieser Bereich jedoch stark frequentiert und berge somit nicht unerhebliche Gefahren.
Wegen der einseitigen Bebauung der Staatsstraße sei eine Verlegung des Ortsschildes aber rechtlich nicht möglich, erwiderte Bürgermeister Johannes Wegner (Für Bürger und Umwelt). Auch ein Tempolimit sei mehrfach abgelehnt worden. Dietmar bestand aber darauf, dass der neue Gemeinderat einen neuen Anlauf zur Temporeduzierung starten möge.

Verwechslung der Straßennamen

Zur nächsten Sitzung soll die Friedhofssatzung bezüglich der Ausschmückung von Urnengräbern durchgegangen werden. In jüngster Zeit sind die Simse vor den Tafeln in überbordender Weise mit Andenken jeglicher Coleur bestückt worden, so dass ein würdevoller Anblick nicht mehr gewährleistet sei, monierte Dittmar. Angedacht waren für die Simse bestenfalls eine Kerze oder eine Blume, die nach einiger Zeit wieder weggeräumt werden müssen.
Diskutiert werden muss dann auch die Straßennamenvergabesatzung, da es durch immer weiter steigende Paketzulieferungen zu Verwechselungen komme. Diese rühren von der für Maßbach und Thundorf gleichen Postleitzahl 97 711. In beiden Gemeinden gebe es Straßen gleichen Namens, Zusteller kommen häufig durcheinander. Eine Straßenumbenennung ziehe aber eine ganze Reihe von unangenehmen Folgen für die Anwo hner nach sich, warnte der Bürgermeister schon vorab. Er appellierte deshalb an die Bürger, eindeutige Adressen anzugeben.