Die Einladungen für das Studiengenossenfest 2015 sind noch nicht einmal verschickt, doch die ersten Studiengenossen haben ihre Hotelzimmer schon reserviert. Das bestätigt Anna Holzheimer von der Pension Hubertushof in Münnerstadt. Bruno Eckert, der Organisator dieses Treffens ehemaliger Münnerstädter Gymnasiasten, kümmert sich gerade um das Gerüst für das Fest und die Adressensammlung
Vom 24. bis 26. Juli wird das Studiengenossenfest im Jahr 2015 stattfinden. Es ist das letzte Wochenende vor den bayerischen Sommerferien.Bruno Eckert rechnet wieder mit bis zu 1000 Besuchern, die zu diesem Anlass für ein paar Stunden oder für mehrere Tage nach Münnerstadt kommen werden. Genau lässt sich die Zahl der Festbesucher nie sagen. Offizielle Anmeldungen gebe es erfahrungsgemäß immer um die 600, weiß Eckert, der seit 40 Jahren im Organisationsteam, dem Mürschter Zirkel, und davon seit 30 Jahren als Vorsitzender aktiv ist. Aber meist kommen deutlich mehr ehemalige Schüler.Er geht davon aus, dass dies auch 2015 der Fall sein wird.

Obligatorisches Erinnerungsfoto

Das Studiengenossenfest hat eine lange Tradition und feste Abläufe, die auch im kommenden Jahr wieder den Rahmen des großen Treffens bilden werden. Die Räumlichkeiten dafür sind bereits reserviert. Den Auftakt macht der Begrüßungsabend in der Mehrzweckhalle am Freitagabend. Am Samstag stehen am Vormittag ein Gottesdienst und der Festakt im Mittelpunkt, gefolgt vom offiziellen Erinnerungsfoto aller Teilnehmer. Am Sonntag klingt das Fest bei gutem Wetter immer auf dem Marktplatz aus. Eingebettet in diesen offiziellen Rahmen gibt es dann Klassentreffen der einzelnen Jahrgänge, Konzerte, Kirchenführungen oder sonstige Unterhaltung.
Beim Festakt soll wie schon 2010 wieder ein Orchester auftreten, in dem die Musiker des Schulorchesters zusammen mit einigen ihrer Vorgänger musizieren. Claudia Dunkelberg, zwischen 1973 und 1982 selbst Schülerin am Gymnasium gewesen ist und heute an der Schule Musik unterrichtet, hat sich bereit erklärt, dafür die Organisation in die Hand zu nehmen.
Die Gastronomie ist auf das Ereignis vorbereitet. So erläutert Anna Holzheimer, dass die Betriebe sich auf das Fest einstellen und ihre Planung danach ausrichten. "Dass wird immer gut angenommen", betont die junge Hotelchefin.
Für Bruno Eckert ist in den kommenden Wochen wichtig, möglichst viele Adressen von Studiengenossen zu bekommen. Der Mürschter Zirkel kann dabei auf die Adressensammlung des Vinculum-Teams zurückgreifen, aber auch dort stehen natürlich längst nicht alle Adressen ehemaliger Münnerstädter Gymnasiasten zur Verfügung. Er hofft, dass möglichst viele Ehemalige ihre Adresse an ihn senden und wenn möglich auch diese ihrer ehemaligen Schulkollegen. "Wir brauchen alle, die am Münnerstädter Gymnasium waren - mit und ohne Abitur", betont Bruno Eckert.

Oft nur schwer erreichbar

Die Führung einer Adressen-Kartei ist schwieriger geworden, meint Bruno Eckert. Das liegt zum einen am Datenschutz, zum anderen am gesellschaftlichen Wandel. Er hat den Eindruck, dass heute häufiger umgezogen wird als früher. Das betrifft die jungen Studiengenossen genauso wie die älteren. Nur die wenigsten denken daran, ihren Umzug beim Mürschter Zirkel zu melden. Dadurch wird es aber auch immer schwieriger, Studiengenossen zu erreichen und Einladungen zu verschicken. Die Post leitet heute die Briefe nicht mehr an die neuen Adressen oder teilt dem Absender die neue mit.
Der Chef des Münnerstädter Gymnasiums, Oberstudiendirektor Joachim Schwigon, ist überzeugt, dass das Studiengenossenfest ein Anziehungspunkt für ehemalige Gymnasiasten bleibt. "Das ist ganz ´was Besonderes", sagt er und glaubt, dass die Besucherzahl 2015 wieder hoch sein wird. Für Joachim Schwigon wird das 21. Studiengenossenfest einen besonderen Stellenwert haben. Erstmals ist er dort nicht nur als ehemaliger Gymnasiast anwesend, sondern auch als Schulleiter. Diese Kombination hat es - zumindest in den vergangenen Jahrzehnten noch nie gegeben, weiß Schwigon.