von unserem Mitarbeiter Björn Hein

Münnerstadt — In ein Mekka für Freunde des VW Golf GTI verwandelte sich am Freitag die Innenstadt von Münnerstadt. Sage und schreibe 142 Fahrzeuge des Kultautos waren auf dem Anger und auch im Schlosshof des Deutschordensschlosses zu bewundern.
Die Autos waren natürlich alle bestens in Schuss, frisch gewienert und der Lack an den Felgen glänzte. Erstmals wurde das Saisonabschluss-Treffen in Münnerstadt abgehalten. Und die Veranstalter waren sehr zufrieden. "Wir hätten nicht damit gerechnet, dass so viele Leute heute hier erscheinen", freut sich Veranstalter Matthias Scholz. Gemeinsam mit dem Kleinwenkheimer Sascha Vorndran hat er das Treffen organisiert. Dabei ging es sehr ruhig zu, die Fahrzeuge waren kaum zu hören. "Genau das ist es, was wir wollten. Die Atmosphäre sollte familiär sein, was auch gut gelungen ist", ist Scholz zufrieden. Und auch viele Familien mit Kindern waren am Freitag vor Ort, um die frisch gewienerten Karossen näher in Augenschein zu nehmen.
Für viele Teilnehmer hieß es nach einer langen Anreise erst einmal, die Autos in Münnerstadt zu waschen, bevor man sie dann auf dem Anger präsentierte. Erstaunlich war die große Altersspanne der Aussteller. Dass das Phänomen "GTI" alle Altersklassen fasziniert, wusste Sascha Vorndran aus Kleinwenkheim zu berichten: "Der jüngste Aussteller ist 18, der älteste 60 Jahre alt." Dabei lobten die Organisatoren das Entgegenkommen der Stadt. "Bürgermeister Helmut Blank war sofort begeistert, als ich ihm die Idee vortrug, hier in Münnerstadt das Saisonabschlusstreffen abzuhalten", so Vorndran.

Nicht mehr unter sich

"Ich bin von der positiven Resonanz des Events sehr angetan. Es ging sehr ruhig zu und die Teilnehmer waren sehr vernünftig. Für die Stadt war das Treffen eine Bereicherung", äußerte sich Blank. Auch das Publikum sei sehr angenehm gewesen, meinte Scholz. Habe man die früheren Treffen in Geiselwind abgehalten und war man da unter sich, genossen es die Aussteller sichtlich, Interessierten ihre Boliden zeigen zu können. Und man war von weit her angereist.
Der weiteste kam eigens aus Österreich, aber auch Teilnehmer aus Leipzig, Mannheim und Regensburg hatten es sich nicht nehmen lassen, in Münnerstadt vorzufahren. So wie Markus Berger, der in der Nähe von Dresden wohnt. Sein 7er GTI Performance konnte im Schlosshof des Deutschordensschlosses bestaunt werden, hier zeigte man einen Querschnitt durch die Geschichte des beliebten Fahrzeugs von VW. "Es ist das erste Mal, dass ich bei diesem GTI-Treffen dabei bin. Die Stimmung hier ist super, die Stadt ein echter Hingucker, hier gibt es sehr viel zu sehen", meinte er. Das Umfeld sei sehr angenehm, auch die Organisation sei hervorragend gewesen. "Ich werde wieder kommen, es hat mir hier sehr gut gefallen", so der Dresdner. Dabei machten ihm auch die über 300 Kilometer nichts aus, der er zurücklegen musste.
Dabei nutzte Burger das verlängerte Wochenende für einen Kurzurlaub und übernachtete hier. Auch Mitorganisator Markus Eichhorn, war sehr zufrieden: "Wir wurden hier freundlich willkommen geheißen und alles hat gut geklappt".

Kultourismus im Boot

Ins Zeug gelegt hatte sich auch die örtliche Gastronomie, um den GTI-Freunden einen würdigen Empfang zu bereiten. Kultourismus im Schloss bewirtete Fahrer und Publikum mit einem Weißwurstfrühstück, mit Bratwürsten und Kaffee und Kuchen im Hof des Deutschordessschlosses und der Komturei. "Als Sascha Vorndran auf uns zukam und fragte, ob wir die Bewirtung übernehmen, haben wir gleich zugesagt", so Inge Bulheller, Leiterin von Kultourismus. Sie freut sich, dass dadurch Münnerstadt belebt wird. Hervorragende Dienste habe auch der Bauhof geleistet. "Mich freut es besonders, dass Sascha Vorndran aus Kleinwenkheim das Treffen zu uns nach Münnerstadt gelegt hat. Dies zeigt, dass auch den Dörfern das Leben in der Stadt am Herzen liegt", so Inge Bulheller weiter. Am Tag der Deutschen Einheit wächst eben zusammen, was zusammengehört: im Fall des GTI-Treffens auch die Stadt und ihre Ortsteile. "Wir sind im nächsten Jahr jedenfalls wieder mit im Boot", freut sich Inge Bulheller schon jetzt.