Manch Autofahrer, der von Bad Kissingen nach Nüdlingen fährt, wird sich erst daran gewöhnen müssen, dass er am Ortseingang desöfteren einmal "ausgebremst" wird. Zu übersehen ist die neue Ampel jedoch nicht. Matthias Wacker vom Straßenbauamt Schweinfurt erläuterte die wesentliche Verbesserung der Bedarfsampel. Durch ein auffälliges "Über-Kopf-Signal", das 4,70 Meter über der Fahrbahnfläche an einem geschwungenen Masten angebracht ist, werden die Autofahrer auf die Signalanlage aufmerksam gemacht.
Der Fußgänger-Überweg, so Wacker, sei barrierefrei gebaut. Die mit Sensoren ausgestattete Ampel verlängert automatisch die Grünphase für Fußgänger, wenn diese in größeren Gruppen die B 287 überqueren. Die Signalanlagen sind mit 40 Watt LED-Technik versehen. Der normale Ampelbetrieb ist in der Zeit von 6 Uhr bis 22 Uhr geschaltet. "Wir haben hier die modernste Ampel im ganzen Landkreis", stellte Matthias Wacker fest. Die Kosten, die komplett vom Bund getragen werden, belaufen sich auf rund 50 000 Euro.

Testlauf mit den Kindergartenkindern

Seine Freude über die lange gewünschte Erhöhung der Verkehrssicherheit drückte Nüdlingens Bürgermeister Günter Kiesel (CSU) aus, der sich für die Durchführung der Maßnahme bedankte. Seinen Dank übermittelte er bei der offiziellen Inbetriebnahme auch an eine Gruppe von Kindergartenkindern, die zunächst ein Lied über das richtige Verhalten beim Überqueren der Straße anstimmten. Zusammen mit Kindergartenleiterin Annette Postolov überquerten sie dann mehrmals den nunmehr abgesicherten Überweg. Als Vertreter der Behörden waren Franz Schäfer von der Straßenverkehrsbehörde des Landratsamtes, Bauleiter Reinhold Kiesel und Hartmut Pianski, der für Signalanlagen zuständige Fachmann, vor Ort.