Gut einen Monat ist es nun schon her, als Berthold Hahn des nachts aus dem Schlaf gerissen wurde. Am 14. Mai brach die Urbuche am Ortsrand krachend auseinander. Hahn, der am Ortsrand wohnt, wusste sofort, was passiert war. Schon länger stand der mehrere Jahr hunderte alte Baum unter Beobachtung.

Ein denkmalwürdiger Baum

Die Urbuche war - und ist - ein beliebter Ausflugspunkt in der Region und das Wahrzeichen von Mitgenfeld. Doch was soll nun aus dem Baum werden, des sen eine Hälfte abgebrochen am Boden liegt? Doris Hupfer von der Unteren Naturschutzbehörde hat sich vor Ort ein Bild von den Schäden gemacht. Es sei wirklich ein "denkmalwürdiger Baum", sagte sie über das Wahrzeichen der Mitgenfelder.

Zunächst solle der mächtige Baum erst einmal liegenbleiben, sagte Hupfer auf Anfrage der Saale-Zeitung. Die Äste mit dem Laub würden bald von Gemeindearbeitern zurückgeschnitten werden. Wann das ge schehen wird, konnte Bürgermeister Walter Müller (CSU) je doch noch nicht sagen. Die Reste des Stammes bleiben erst einmal, wo sie sind.

Schutzmaßnahmen stehen an

Schon länger kontrollierte die Untere Naturschutzbehörde die Urbuche regelmäßig. An der Rückseite des Baumes vom Ort aus gesehen, wurden Markierungen angebracht. Es zeigte sich, dass die beiden Teile des Stammes immer weiter auseinanderdrifteten. Laut Hupfer sei es nicht sinnvoll, den noch stehenden Teil des Baumes zu stützen. "Der Baumgutachter hat uns gesagt, dass der Stamm nicht mehr stabil ist", begründete sie ihre Entscheidung.

Als Ausflugspunkt bleibt der Ort der Bevölkerung aber wohl erhalten. In Zukunft sollen die Reste der Urbuche mit einer fes ten Begrenzung umzäunt werden - zur Sicherheit. So sind Besucher vor herabstürzenden Ästen geschützt und können trotzdem den wunderbaren Ausblick über die Landschaft genießen.