Es ist allmählich Herbst. Für die Freiwillige Feuerwehr ist dies die Zeit der Großübungen in der Brandschutzwoche. So auch am vergangenen Samstag, als die Wehren der Marktgemeinde Oberthulba zugleich für drei verschiedene Übungsszenarien ausrückten. Mit von der Einsatzpartie waren die Nachbarwehr aus Schwärzelbach und die Rotkreuz-Bereitschaft Wartmannsroth / Hetzlos. Die Einsatz-Leitung hatte Torsten Büchner, Kommandant der Frankenbrunner Wehr.
Etwa 80 Einsatzkräfte rückten für die Übungen im Rahmen der Brandschutzwoche aus. Es galt, Verletzte aus dem brennenden Sportheim zu retten, ebenso aus dem brennenden Betrieb "Metallbau Heil" und das Brunnenhaus vor den Flammen zu schützen. Alle Brände waren nur simuliert, jedoch recht realistisch mit giftfreien Speudo-Rauchwolken dargestellt. Also kamen auch die Atemschutzträger voll zum Einsatz.


Alles lief reibungslos

Das Hauptaugenmerk lag bei diesen zeitlich synchron ablaufenden drei Übungen auf dem Thema Digitalfunk. Funktioniert alles einwandfrei, wenn gleichzeitig für drei Einsätze die Kommandos gegeben werden müssen und die Funkfrequenzen häufig zu wechseln sind? Ja es funktioniert, lautet das Fazit aus der Großübung. Im Vorfeld gab es noch Tipps und Einweisungen für den Gebrauch des Funkverkehrs.
Die Kommandozentrale war als Leitstelle in einer privaten Garage am Festplatz vorübergehend untergebracht. Einige Kreisbrandmeister hatten dort voll zu tun: Michael Wolf aus Bad Kissingen, Elmar Eisenman aus Westheim und Oliver Lukaschewitsch aus Fuchsstadt. Zusätzlich war Holger Fröhlich aus Frankenbrunn als Disponent in der Leitstelle tätig. "Der Digitalfunk hat sich bewährt", bestätigte Lukaschewitsch. Im Bereich des Marktes Oberthulba gebe es mittlerweile keinen Analogfunk mehr. Funk-Fachmann Wolf: "Die digitale Funktechnik steht flächendeckend im Landkreis Bad Kissingen, jetzt muss nur noch fleißig geübt werden, bis alles in Fleisch und Blut übergeht."
Getestet wurden auch die Zapfstellen für das Löschwasser. Hydranten und Saugstellen. Wasserschläuche bahnten sich ihre Wege über Straßen und Gassen sowie durch offene Grundstücksflächen. Undichte Schläuche offenbarten sich durch lustige Fontänen. Auch solche kleine Schäden werden bei einer Großübung entdeckt.
Nicht zu testen, weil über die Jahre hinweg schon längst vorhanden, ist der Kameradschaftsgeist der Floriansjünger. Die Feuerwehrleute aus den verschiedenen Wehren kennen sich und arbeiten gut zusammen. Kommandant Torsten Büchner war zufrieden mit dem Ergebnis.