Das in Großenbrach ansässige Laborunternehmen LS SE (früher LS AG) will die Zahl seiner auf unterschiedliche Fachgebiete ausgerichteten Labore vergrößern. Hierzu ist geplant, innerhalb eines bestehenden Firmengebäudes (Mangelfeld 5) Chemie-Labore einzurichten.

"Äußerlich gibt es keine Veränderungen", versicherte Bauamtsleiterin Tatjana Büttner dem Gemeinderat. Lediglich im Inneren des Gebäudes sollen auf einem hinteren, bisher als Lagerfläche genutzten Areal zusätzliche Labore eingebaut werden. Dennoch hatten zwei Nachbarn aus nicht näher diskutierten Gründen ihre Zustimmung verweigert. Erwartungsgemäß stimmte der Gemeinderat einstimmig dem zur Genehmigung vorgelegten Bauantrag zu.

Nutzungsänderung des ehemaligen Forsthauses

Ebenso wie zwei anderen Bauanträgen privater Grundstückseigentümer in Großenbrach und Roth wurde auch einem Antrag auf Nutzungsänderung des ehemaligen Forsthauses in Steinach (Riemenschneiderstraße) einstimmig zugestimmt. "Eine Wahnsinnsburg", kommentierte Bürgermeister Andreas Sandwall (CSU) das Gebäude und erinnerte sich an seine Ausbildung zum Forstwirt, die er einst darin absolviert hat. Auch hier soll es äußerlich am Gebäude keine Veränderungen geben. Nur im Inneren will Eigentümer Timo Schultheiß, Inhaber eines Ingenieurbüros, moderne Büroräume zur Eigennutzung sowie Wohnungen schaffen.

Keine Vorbehalte

Den Vorschriften der Behördenbeteiligung entsprechend, hatte der Gemeinderat am Dienstag über drei geplante Flächennutzungsplanänderungen in Bad Kissingen und Niederlauer zu beraten. "Als Nachbarn müssen wir gefragt werden", erläuterte Bürgermeister Andreas Sandwall (CSU). In Niederlauer handelt es sich um den Ausbau eines Gewerbegebiets. In Bad Kissingen ging es außer dem Bau eines großen Einkaufsmarkts für Elektronikartikel nahe der Polizeistation auch um den von der Stadt erhofften Neubau eines 25 Millionen Euro teuren Thermenhotels mit 125 Zimmern direkt an der KissSalis-Therme. Bürgermeister Sandwall begrüßte die zu erwartende Attraktivitätssteigerung der Therme und versicherte: "Wir werden sie weiterhin bewerben, weil sie auch gut für Bad Bocklet ist." Alle drei Vorlagen wurden vom Gemeinderat einstimmig zur Kenntnis genommen. Vorbehalte oder Änderungswünsche gab es nicht.