Dort wurde vor etwa zwei Jahren das alte Judenhaus abgerissen. Seitdem fanden Überlegungen statt, wie das Areal attraktiv gestaltet werden könnte. Die Räte hatten sich dafür entschieden, den Platz terrassenförmig aufzubauen.
Im unteren Bereich werden zwei Ebenen angelegt, eine größere Freifläche direkt vor dem Rathaus. Dort können später kleinere Veranstaltungen durchgeführt werden. Die Anlagen können überwiegend barrierefrei erreicht werden. Ein weiterer Vorteil ist, dass der Gehsteig nach Beendigung der Maßnahme durchgängig bis zum Hinterhof des Rathauses nutzbar ist.


Einweihung Mitte 2016

Dieser erste Teilabschnitt der Umgriffgestaltung wird mit rund 140 000 Euro zu Buche schlagen, sagte Bürgermeister Alexander Schneider (UWG) im Gespräch mit der Zeitung. Förderfähig sind 136 000 Euro. Denn das Projekt läuft unter Dorferneuerungsmaßnahmen und wird vom Amt für Ländliche Entwicklung gefördert. Und zwar mit etwa 70 Prozent.
"Wir sind sehr froh, die vorzeitige Freigabe für den Baubeginn bekommen zu haben", sagte Schneider. In den nächsten zwei Wochen sollen die Gewerke ausgeschrieben werden. "Wir hoffen, im November noch mit dem Bau beginnen zu können", so Schneider weiter. Das hänge jedoch logischerweise vom Wetter ab. Die Einweihung ist für Mitte nächsten Jahres geplant.
In einem weiteren Abschnitt wird später das Anwesen Kirchberg 3, das ist die ehemalige Judenschule, umgestaltet. Explizit soll dort die Mikwe - das jüdische Bad - in den Mittelpunkt gestellt und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.


Buswartehäuschen vertagt

Noch keine Entscheidung traf das Gremium an diesem Abend, wie das Buswartehäuschen in Platz aussehen soll. Der Tagesordnungspunkt wurde vertagt. Bürgermeister Alexander Schneider will noch weitere Angebote einholen.
Der Zaun entlang der Thulba in Geroada, Höhe Bürgerhaus, wird erneuert. Das beschlossen die Räte einstimmig. Prinzipiell bleibe die Zaunanlage wie gehabt, hieß es. Nur sollen teilweise Stahlkonstruktionen eingebaut werden.
Kämmerer Lothar Ziegler gab in der Gemeinderatssitzung außerdem die Stellungnahme der Rechnungsprüfungsstelle zum diesjährigen Haushalt und zur Haushaltssatzung der Marktgemeinde bekannt. Diese enthalte keine genehmigungspflichtigen Teile. Die Hebesätze sind zum Vorjahr unverändert.
Errechnet wurde eine freie Finanzspanne von 274 500 Euro. Weil im laufenden Haushaltsjahr Kreditaufnahmen nicht vorgesehen sind, wird sich die Verschuldung zum Jahresende auf rund 188 000 Euro verringern. So liegt die Pro-Kopf-Verschuldung der Gerodaer mit 214 Euro unter dem Landesdurchschnitt von 565 Euro. Nach Entnahme der geplanten 295 600 Euro bleibt der Gemeinde eine allgemeine Rücklage in Höhe von 1,382 Millionen Euro. Ziegler erwähnte allerdings, dass die kostenrech nenden Einrichtungen im kommenden Jahr neu kalkuliert werden müssen.