Liebeserklärungen zum Valentinstag erklangen aus 65 Kehlen beim Gemeinschaftskonzert, das von der Gesangs- und Instrumentalgruppe Hammelburg (GuIG) und dem Chor InTakt aus Garitz in der voll besetzten St.Elisabeth-Kirche gestaltet wurde. Mit dankbarer Stille, aber auch starkem Applaus quittierten die begeisterten Zuschauer die 15 Liedstücke und die einfühlsamen Texte von Marie-Ja Heckmann.

"Idee und Programm von Stefan Ammersbach", diese Ankündigung löste Begeisterung unter den Gästen aus, denn der Chorleiter der beiden Chöre geniest nicht nur höchstes Ansehen, sondern ist auch Garant für anspruchsvolle Unterhaltung auf hohem Niveau. Den Beweis für diese Vorschusslorbeeren lieferten die Chöre jeweils für sich und a cappella - als auch in den gemeinsamen Stücken, wobei sie von Johannes Müller an den Percussionsinstrumenten, von Corina Ammersbach an der Flöte und Valentin Fell an der Gitarre unterstützt wurden. Das Konzert war aber nicht nur ein akustisches Erlebnis. Dank dezenter Lichteffekte und einer ansprechenden Beamer-Präsentation wurde das Konzert auch zu einem optischen Erlebnis: zu jedem Stück wurde ein zentraler Satz auf der Leinwand im Altarraum projiziert, der den Titel wiedergab oder den Inhalt des Liedes symbolisierte, und das Publikum zum Nachdenken anregte.

Den Einstieg in das Konzert gestaltete der Chor InTakt, der sich mittlerweile als Verjüngungskur für den Gesangverein Garitz etablierte und mit mehr als 40 Sängerinnen und Sängern eine tragende Säule für die Zukunft des Gesangvereins ist. Einen Einblick in das umfangreiche Repertoire und das ausgewiesene Können der Chorgemeinschaft lieferten die Stücke "Can you feel the love tonight" aus dem Musical "König der Löwen", "Applaus, Applaus" von den Sportfreunden Stiller, "Bridge over troubled water" von Simon & Garfunkel oder "Give us a little love" oder "Take me home".

Danach nahmen die 25 Sängerinnen und Sänger von GuIG den Platz im Rampenlicht auf der Bühne ein. Auch hier führte Stefan Ammersbach den Chor mit Klavierbegleitung und konzentrierten Gesten. Die mehr als 50-jährige Erfahrung präsentierte die Chorgemeinschaft unter anderem mit Adeles Stück "Make you feel my love" oder mit dem schwedischen Volkslied "Gabriellas Sang", dessen besondere Melodie von Heike Kolb in einem Solo-Part wundervoll aufgegriffen wurde. Mehrstimmig ging es weiter mit "Don't give up" von Peter Gabriel, mit einem stimmungsvollen "Ist da jemand" von Adel Tawil und dem andächtigen Gospel "HE is always close to you", der erst nach einer Minute Stille in einen begeisterten Applaus mündete.

Das volle Klangvolumen aus 65 Kehlen erlebten die Gäste mit "True Colors" von Cyndi Lauper und hoffnungsvollen "Take my hand", bei dem es die Gäste nicht mehr auf den Kirchenbänken hielt. Für die geforderte Zugabe löste sich die Formation auf und man verteilte sich in den Seitengängen, um das Volkslied "Der Mond ist aufgegangen" wie eine Musikinstallation zu präsentieren - die Aufmerksamkeit der Gäste war ebenso gewiss wie der überschäumende Beifall zum Abschluss und das anschließende Füllen der Spendendose am Kirchenausgang.