"Erfolg gibt das Gefühl, auf dem richtigen Weg zu sein. Er ist Treibstoff für den weiteren Weg." - und diesen Erfolg bestätigte OStDin Karin Maywald den 79 Absolventen aus unterschiedlichen Berufen, die bei der Abschlussfeier der Staatlichen Berufsschule Bad Kissingen ihre Zeugnisse erhielten.

Neben den ehemaligen Auszubildenden, den Familien und den Ausbildern begrüßte die Schulleiterin auch Landrat Thomas Bold und Roland Friedrich als Vertreter des Fördervereins. Am letzten Schultag im Winterprüfungszyklus bestätigte sie den jungen Nachwuchskräften aus den kaufmännischen, gastronomischen und handwerklichen Berufen, dass sie in den zweieinhalb Jahren ihrer Ausbildung "leistungswillig, leistungsbereit und leistungsfähig" waren und dies zur Grundlage für die bestandene Abschlussprüfung wurde. Jede Prüfung sei nur eine Momentaufnahme und man müsse ein Leben lang an sich arbeiten, um auf dem aktuellsten Stand zu bleiben, "aber das haben Sie sicherlich schon erkannt", meinte OStDin Maywald.

Im Moment sehe die berufliche Zukunft rosig aus, denn Fachkräfte werden händeringend gesucht, aber es braucht auch ein Quentchen Glück, "um den richtigen Arbeitsplatz zu finden". Sie bedankte sich bei denjenigen, die zu diesem Erfolg beigetragen haben, egal ob in der Berufsschule, in den Ausbildungsbetrieben, in den Familien oder im Freundeskreis und bat die "Ehemaligen", die Berufsschule in guter Erinnerung zu behalten.

Landrat Thomas Bold schloss sich den Dankesworten für "die Unterstützung in einer manchmal nicht so einfachen Zeit" an. Für ihn sei eine Abschlussfeier auch immer ein Beleg für den "guten Geist, der an einer Schule herrscht" und der sei ein guter Rahmen für die Ausbildung und die beste Grundlage für einen erfolgreichen Abschluss. Damit werde die Basis für die weitere berufliche Zukunft gelegt, denn "auch erfolgreiche Karrieren brauchen einen Anfang, einen Impuls, der mit Engagement und Können weitergeführt werden kann". Wichtig sei, dass man den "Durst nach Neuem" behalte, dann stellt sich das erforderliche Quentchen Glück von selbst ein. Den närrischen Donnerstag mit dem Altweiber-Fasching berücksichtigte Roland Friedrich in der Erscheinung, nämlich mit Fliege statt mit Krawatte, und mit einem humorvoll-tiefsinnigem Grußwort in Reimform. Ein Berufsschultag mit "simuliertem Wissendrang" sei nun vorbei und der erfolgreiche Abschluss beweise, dass man zu den Besten zähle. Zwar sei bei manchen Ergebnissen noch "Luft nach oben" und manchmal glänze man auch "durch keine Ahnung, aber das ist eine Gefahr für die Lebensplanung", aber insgesamt sei "man auf der Karriereleiter eine Sprosse weiter".

Dank an die Wegbegleiter

Anna Zeißner und Hanna Schirm standen stellvertretend für alle Absolventen am Rednerpult und bedankten sich bei den Wegbegleitern während der Ausbildung. Man habe in der Berufsschule "viel Wissen vermittelt bekommen, aber nicht immer verstanden warum". Für manche war der Blockunterricht eine "Erholung vom Betrieb", aber nur bis zu den Schulaufgaben und Tests. Die gemeinsame Zeit ende nun, so die beiden, doch werden die Freund- und Bekanntschaften über die Schulzeit hinauswirken. Auch für die Lehrkräfte hatten die beiden noch tröstliche Worte: "Gehen Sie davon aus, dass wir Sie vermissen werden."

Unter der Regie von StD Winfried Behringer erfolgte die Auszeichnung der Prüfungsbesten, die mit Urkunde und Präsent für einen Notendurchschnitt im Abschlusszeugnis von 1,5 und besser ausgezeichnet wurden: David Hirsch (Kfz-Mechatroniker), die Bankkaufleute Marcel Kraus und Jonas Schmitt, die Kaufleute im Gesundheitswesen Anne Behringer, Natascha Henkel, Hanna Schmitt, Velma Solik, Philipp Weyer und Anna-Maria Zöller.

Urkunde der Regierung

Mit einer Urkunde der Regierung von Unterfranken, der mit einem Geldpreis verbunden war, wurden Anna Zeißner und David Wengler ausgezeichnet. Beide hatten einen Notendurchschnitt von 1,0 im Abschlusszeugnis. Anna Zeißner erlernte den Beruf "Kauffrau im Gesundheitswesen" im Kommunalunternehmen des Landkreises Würzburg. Davor legte die 23-Jährige ihre Mittlere Reife ab und erlernte den Beruf "Gesundheits- und Krankenpflegerin". Vorerst möchte sie bei dem Würzburger Unternehmen, das Krankenhäuser und Pflegeinrichtungen betreibt, im Bereich "Krankenhaus-Abrechnung". Ihr Ziel ist der Fachwirt, den man über die IHK ablegen kann.

David Wengler erlernte im Hotel Ullrich (Elfershausen) die "Koch-Kunst" und zwar so erfolgreich, dass er nach dem Ende seiner Ausbildung im Hotel Kempinski in Berchtesgaden arbeiten wird. Nach dem Fachabitur im Bereich Wirtschaft und Verwaltung entschied sich der 20-Jährige für eine Kochlehre "als abwechslungsreichen Beruf" - und dies so erfolgreich, dass er bei der Bad Kissinger Stadtmeisterschaft vordere Plätze belegte und bei den bayrischen Meisterschaften als Beikoch mitwirken durfte. Sein Ziel ist der Küchenmeister.