Ortsreferent Siegbert Fehr konnte aber immerhin fast 40 Besucher, einige Gemeinderatskollegen und Bürgermeister Waldemar Burg begrüßen. Der hatte Tobias Kessler von der Verwaltung mitgebracht, um den Bürgern Rede und Antwort zu stehen. Die aber hielten sich mit Fragen zurück.

Gut vernetzt
Es gab offensichtlich wenig zu kritisieren. Zu eindrucksvoll hatte Bürgermeister Waldemar Burg mit einem ausführlichen Powerpoint-Vortrag die durchweg erfreuliche Situation der zwölf Orte umfassenden Großgemeinde dargestellt.
Er bedankte sich bei einigen Bürgern, die mit ehrenamtlichem Einsatz bei der Pflege gemeindlicher Plätze dazu beigetragen haben, dass Lauter ein lebens- und liebenswerter Ort sei, in dem sich die 556 Einwohner wohlfühlen. Er wies aber auch auf den demographischen Wandel hin. So sei die Bevölkerung im Markt Burkardroth in den letzten zehn Jahren um 319 Einwohner geschrumpft.
Der Bürgermeister zeigte auf, dass man sich in den vergangenen Jahren gut vernetzt habe, um kommende Herausforderungen zu meistern. Die kommunale Allianz Kissinger Bogen, zusammen mit Oberthulba, Bad Bocklet und Nüdlingen nahm breiten Raum in seinen Ausführungen ein. Erste Erfolge bei der Revitalisierung der Ortskerne in der Gemeinde wären ohne diese Allianz nicht möglich gewesen. Auch die Zusammenarbeit mit den Stadtwerken Hammelburg habe sich positiv entwickelt.
Bug begründete auch den Beitritt der Gemeinde zum Sternenpark Rhön, den er als Chance für den Fremdenverkehr sieht und beschrieb Hintergrund und Lage der Kernzonen im Biosphärenreservat Rhön. Ein Wegekonzept als Zufahrt für verbliebene private Grundstücke in Burkardroth und seinen Ortsteilen innerhalb dieser Zonen sei auf den Weg gebracht.

Keine Kredite nötig
Im Februar hat der Marktgemeinderat eine Resolution gegen die geplante Südlink-Trasse der Firma Tennet beschlossen. Im Juni ist man dem Verein Rhönlink beigetreten, der die Interessen von Gemeinden, die von der Trassenführung betroffen sind, bündelt. Nun haben die Räte ihre damalige Resolution nochmals einstimmig bekräftigt, weil eine der vorgeschlagenen neuen Trassen die Gemeindeteile Waldfenster, Zahlbach, Stralsbach und Frauenroth tangiert, berichtete der Bürgermeister.
Von den Maßnahmen, die den Ortsteil Lauter betreffen, nannte er die Auslichtung am Kriegerdenkmal, am Löschweiher und an der Lauter, die abgeschlossene Friedhofsanierung mit der Einfriedungsmauer und wies darauf hin, dass über 1,1 Millionen Euro für die Baumaßnahme Kindertagesstätte aufgewendet wurde. Er stellte den Haushalt 2014 vor und die sich daraus ergebenden kommenden Aufgaben wie Breitbandversorgung, Bau eines Seniorenheims in Burkardroth, Innensanierung des Mittelschulgebäudes und die Umgestaltung der Kläranlage Katzenbach. "Trotzdem braucht die Gemeinde" - und nun legte der Bürgermeister eine Kunstpause ein - "keine Kredite und habe keine Schulden".
So umfassend informiert, bedurfte es mehrerer Aufforderungen, die Bürger zu Fragen und Meinungsäußerungen zu bewegen. Es wurden dann auch nur das vermooste Kreuz am Friedhof, die fehlende Tür am Kinderspielplatz, ein möglicher Verkehrsspiegel und kleine Veränderungen an der Lauter angesprochen.