Mit einem Empfang hat die Stadt Bad Kissingen 25 Schülerinnen und Schüler aus dem Lycée Georges Dumézil in Vernon sowie deren Gastschüler des Jack-Steinberger-Gymnasiums begrüßt. Es ist der 49. Schüleraustausch zwischen der Bad Kissinger Partnerstadt Vernon und dem Jack-Steinberger-Gymnasium.
"Der Schüleraustausch mit unserer Partnerstadt Vernon ist schon längst Tradition geworden und ein fester Bestandteil im Stundenplan beider Schulen", hieß Stadtrat Richard Fix die Schüler und ihre Lehrerinnen im Sitzungssaal des Rathauses willkommen.
In den zehn Tagen des Schüleraustausches, in denen die Jugendlichen in Kissinger Gastfamilien lebten, absolvierten sie gemeinsame Unterrichtseinheiten und besuchten ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm, um Kultur, Land und Leute noch besser kennenzulernen. Unter anderem stand ein Ausflug nach Würzburg, eine Fahrt in die Rhön zum Point Alpha, eine Wanderung mit Besuch des Schulmuseums im Schloss Aschach sowie ein Konzertbesuch beim Kissinger Sommer auf dem Programm.
"Ein herzliches Dankeschön gilt allen Organisatoren dieses Schüleraustausches und auch den Gastfamilien, ohne die solche Begegnungen gar nicht möglich wären", dankte Fix den Lehrerinnen und Eltern der Schüler des Jack-Steinberger-Gymnasiums für die Aufnahme der Jugendlichen aus Vernon.
Mit Blick auf die aktuellen politischen Entwicklungen erinnerte er an das gute Verhältnis beider Länder: "Für junge Menschen in Europa, so wie ihr es seid, ist es ganz selbstverständlich, in einem friedlichen Europa aufgewachsen zu sein. Aber trotz aller Krisen, Probleme und politischen Diskussionen in der EU, auch in den vergangenen Wochen und Monaten, bilden weiterhin immer noch die Menschen die Basis für ein geeintes Europa. Menschen, die aufeinander zugehen, die miteinander reden. Menschen wie ihr, die mit dem Schüleraustausch zur Verständigung beitragen."
Auch Lehrerin Alexandra Cade aus Vernon, die seit vielen Jahren den Austausch begleitet, richtete beim Empfang ein paar Worte an die jungen Menschen: "Der Schüleraustausch und die Begegnungen sind etwas sehr wertvolles, dass wir gemeinsam pflegen. Ich bitte euch, nutzt die Gelegenheit, die Sprache des Anderen zu lernen. Es ist eine persönliche und kulturelle Bereicherung für unsere beiden Länder. Nur wer die Sprache des anderen spricht und versteht, kann mit ihm auch zusammenarbeiten." Und noch etwas eint beide Länder: Bei der Fußball-Weltmeisterschaft in Russland werden beide Nationen antreten. "Wir sind gespannt, ob uns das Schicksal bei dieser Weltmeisterschaft zusammenführen wird", schloss Richard Fix den Empfang mit einem Augenzwinkern.