Das neue Krankenhaus in Polsonda More in Westbengalen/Indien ist offiziell eingeweiht. Es trägt den Namen "Daya Duar", was so viel bedeutet wie "Kommt alle, die ihr mühselig und beladen seid". Gebaut und finanziert wurde es vom Verein zur Hilfe für Kinder der dritten Welt Schweinfurt, der in Indien bereits mehrere Projekte betreut und finanziert hat. Vorsitzender ist der Ebenhäuser Heinrich Hackenberg.

Notwendig wurde der Neubau, weil das vorher vom Verein im Jahr 2000 gebaute Hospital völlig überraschend und unverständlich einer sechsspurigen Autobahn weichen musste. In dem neuen Haus wurden bisher eine große Küche zur Versorgung von Patienten und Personal sowie ein Physiotherapiezentrum eingerichtet.

Durch den Bau der Krankenhäuser wird versucht, der armen Landbevölkerung, die meist an Malaria, Denguefieber und Tuberkulose leidet, zumindest ein Minimum an Gesundheitsversorgung zu bieten. In der Gegend um Polsonda More ist der Stamm der Santals angesiedelt, einer bis heute unterdrückten Bevölkerungsgruppe. Die Menschen leben weit verstreut in einem ungefähr 60 Dörfer umfassenden Stammesgebiet und haben ihr karges Auskommen durch Ackerbau und Viehzucht in einer regenarmen Zone. Durch die oft von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang nötige Feldarbeit sind die Kinder des Stammes meist sich selbst überlassen.

Für diese Kinder haben die Salesianer von Don Bosco eine Schule eingerichtet, in der fast 600 Kinder wie in einem Internat neun Monate lang unterrichtet werden. Auch in dieser Einrichtung hat sich der Schweinfurter Kinderhilfsverein engagiert, die sanitären Einrichtung erneuert und 600 Schlafmatratzen für die Schüler angeschafft.

Im Durchschnitt werden im neuen Krankenhaus von Polsonda jede Woche 150 bis 200 Patienten versorgt. Während der Monsunzeit jedoch steigt diese Zahl oft dramatisch auf über das Doppelte, also 400 bis 500 Patienten an. Darüber hinaus werden vom Hospital vierteljährlich große Untersuchungstage, sogenannte "Camps", für die lokale Stammesbevölkerung angeboten, die von bis zu 325 Patienten besucht werden.

Über den Verein zur Hilfe für Kinder der dritten Welt können Patenschaften für Krankenbetten übernommen werden. Eine Patenschaft kostet 103 Euro im Jahr und gewährleistet, dass für Kranke dort Behandlung, Medikamente und Unterbringung kostenlos sind. Die "gespendeten" Betten werden an bedürftige Patienten mit längerer Behandlungszeit vergeben. Für das Abholen der schwereren Fälle und für den Weitertransport in andere Kliniken fehlt ein neues Krankenfahrzeug. Außerdem möchte man im neuen Krankenhaus einen Röntgenraum einrichten.

Der indische Staat zahlte zwar eine kleine Entschädigung und stellte ein Stück Land für den Wiederaufbau des abgerissenen alten Krankenhauses zur Verfügung, die Hauptlast liegt jedoch bei dem Schweinfurter Verein und die Klinik benötigt dringend weitere finanzielle Unterstützung. Für Spenden hat der Verein ein Konto (Verwendungszweck "Krankenhaus Polsonda") beim Bankhaus Max Flessa, IBAN: DE48 7933 0111 0002 4242 41, BIC: FLESDEMM eingerichtet. Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage des Vereins unter www.kinder-dritte-welt.de oder direkt beim Vorsitzenden Heinrich Hackenberg unter 09725/9966.