Ein Umzugstermin für den Kindergarten Brünn steht noch nicht fest. Bürgermeister Helmut Blank spricht von Mitte Oktober. Der Vorsitzende des Kindergartenvereins, Martin Geßner, sieht den Termin nicht so optimistisch. Sein Wunsch wäre ein Umzugstermin Anfang November. Festlegen möchte er sich aber nicht. Ob es zu diesem Zeitpunkt möglich sein wird, werde man wohl erst zwei Wochen vorher sehen. Es komme auf die Bauarbeiten an. Solange läuft der Kindergartenbetrieb in der alten Schule in Kleinwenkheim. "Da gefällt es den Kleinen auch", betont Geßner.

Die Stadt hinkt dem Zeitplan etwas hinterher. Überall wird in den Kindergartenräumen noch gewerkelt. Außen wie Innen ist noch Baustellenbetrieb. Wichtig bis zum Umzug sei, dass der Außenbereich ordentlich hergerichtet ist, meint Martin Geßner. Das ist momentan noch nicht der Fall. Und die Arbeiten im Freien sind abhängig vom Wetter. Überhaupt gehen die Bauarbeiten nicht ganz so schnell voran, wie es sich Martin Geßner gewünscht hätte.

Behelfskindergarten lässt sich nur schwer heizen

Bürgermeister Helmut Blank ist froh, dass die Kinder in Kleinwenkheim gut untergebracht sind und so der Zeitdruck nicht zu groß ist. "Die Kinder sind in Kleinwenkheim gut aufgehoben", sagt er. Deshalb könne man in Ruhe die Räumlichkeiten in Brünn fertig stellen. Eigentlich hätte der Kindergarten Ende September fertig sein sollen. Für Martin Geßner drängt die Zeit dennoch. Denn der Behelfskindergarten in Kleinwenkheim lasse sich im Winter nur schwer heizen.

Bürgermeister Helmut Blank spricht von einem guten Bauverlauf. "Der Einsatz der Eltern ist unwahrscheinlich", lobt er die abendlichen Arbeitseinsätze, allen voran das Engagement von Martin Geßner, dem Vorsitzenden des Kindergartenvereins. "Das spart uns viel Geld". Thomas Geßner ist einer der Väter, die im Kindergarten mithelfen, wenn sie gebraucht werden. Derzeit streicht er einen Raum. "Es macht Spaß", betont er. Sonst würde er die Arbeit wohl nicht machen. Auch den Umzug würden Bauhof, Verein und Eltern gemeinsam bewältigen, meint Helmut Blank.

Ausgetauscht sind mittlerweile auch die alten Fenster in einem Gruppenraum, die ursprünglich erst im Rahmen des zweiten Bauabschnitts erneuert werden sollten. Nach Intervention des Kindergartenvereins hatte sich die Stadt entschlossen, diese Maßnahme doch noch mit durchzuführen. Letztendlich komme das auch billiger, sagt jetzt Bürgermeister Helmut Blank.

Umzug im November

Wenn der Kindergarten im November umgezogen ist, werden die Bauarbeiten allerdings weitergehen. Martin Geßner schätzt, dass mindestens noch bis Herbst 2014 im Kindergarten gearbeitet wird. Allerdings sind davon Räumlichkeiten betroffen, die nicht dringend für den Kindergartenbetrieb benötigt werden. Das ist beispielsweise die Turnhalle. Hier schließt sich dann eine energetische Sanierung noch an.

Fertig gestellt werden muss die Kinderkrippe bis zum Jahresende, um die entsprechenden Förderungen zu erhalten.

Der Kindergarten in Brünn bekommt durch den Erweiterungsbau eine Kinderkrippe mit zwölf Plätzen. Außerdem werden die bestehenden Kindergartenräume von Grund auf saniert. Der Bau der Kinderkrippe mit den daraus resultierenden Umgestaltungen im bestehenden Gebäude, beläuft sich auf 411 221 Euro. Eine Förderzusage hat die Stadt in Höhe von 332 400 Euro. In dieser Summe ist die im kommenden Jahr anlaufende energetische Sanierung noch nicht beinhaltet.