26 Jahre hat es gedauert, aber jetzt endlich ist es soweit: Der Kissinger Sommer ist ins Weihnachtsgeschäft eingestiegen. Das war bisher nicht möglich, weil der allgemeine Bestellbetrieb erst nach Weihnachten Fahrt aufnehmen konnte. Denn in den Wochen vorher hatten die Mitglieder des Fördervereins Kissinger Sommer ein Vorkaufs- oder Vorbestellrecht. Und die bekamen immer erst Anfang Dezember bei der Mitgliederversammlung das offizielle Verkaufsprogramm.

Die Lösung des Problems war im Grunde genommen einfach, brauchte aber eben ein paar Jahre. Jetzt konnte das Vorkaufsrecht um vier Wochen nach vorne gelegt werden, weil das Programm schon vier Wochen eher gedruckt vorlag.

Die Verantwortlichen sind glücklich mit dieser Neuregelung: "Der Förderverein ist buchungstechnisch abgefeiert. Jetzt kann zum ersten Mal jeder Konzertkarten als Weihnachtsgeschenk kaufen und auch verschenken", freute sich Intendantin Kari Kahl-Wolfsjäger.

David Garrett vor Cecilia Bartoli

Nachdem jetzt die Vorbestellungen aus dem Förderverein aufgebucht sind, birgt die Top-Ten-Liste eigentlich keine Überraschungen: Ganz vorne steht der Geiger David Garrett, der am Freitag, 12. Juli 2013 im Großen Saal auftritt. Auf den Fersen ist ihm Cecilia Bartoli, die am 11. Juni in den Regentenbau kommt. Auf Platz drei folgt, vielleicht doch etwas überraschend, die Wiener Abschlussgala am 13. Juli, bei der Martin Haselböck mit seiner Wiener Akademie und der Cellist Misha Maisky das erste Mal zusammenarbeiten. Auf Platz 10 steht nach lauter sinfonischer Musik die erste Kammermusik: Am 29. Juni spielt Rudolf Buchbinder im Großen Saal Werke von Gershwin und Ravel.

Die Finanzierung des Jubiläumskonzert mit den Münchner Philharmonikern am 9. Juni, mit dem 100 Jahre Regentenbau gefeiert werden, scheint mittlerweile durch München gesichert zu sein. Zum eigentlichen Geburtstagsfestakt des Regentenbaus am 26. Mai 2013 wird "auf jeden Fall ein Mitglied der bayerischen Staatsregierung" erwartet. Wer das sein wird, konnte Oberbürgermeister Kay Blankenburg (SPD) allerdings noch nicht sagen.

Bestellen lassen sich Karten über das Internet bereits seit einigen Jahren. Was aber immer noch nicht möglich ist, ist die Direktbuchung über einen Saalplan. Das wird sich allerdings ändern, wenn auch nicht so schnell. Wie Organisationsleiter Thomas Lutz erläuterte, wird noch im Dezember die geeignetste Software aus drei Angeboten ausgewählt. Dann kann man nicht nur die Plätze anklicken, auf denen man sitzen möchte, sondern man bekommt auch den Blick gezeigt, den man von diesem Platz aus auf die Bühne hat - für OB Blankenburg ein Beitrag zur Kundenzufriedenheit.

Für den nächsten Kissinger Sommer kommt das neue System allerdings zu spät. Thomas Lutz: "Wir streben an, den Winterzauber 2013/14 über das neue System zu verkaufen. Für den Kissinger Sommer wäre es dann 2014 einsatzbereit.