Der Junge war zuvor von der Schule nach Hause gekommen. Während sich die Mutter und ihr Lebensgefährte in der Küche aufhielten, ging der Sohn gegen in sein Zimmer. Dorthin folgte ihm offenbar der siebenjährige Hund, den man erst vor zwei Wochen in Sachsen von Privatleuten geschenkt bekommen hatte. Plötzlich waren laute Schreie des Kindes zu hören. Die Mutter und ihr Freund rannten sofort in das Zimmer und fanden dort den schwer verletzten Buben. Der Mann zog den Hund sofort von dem Jungen weg.
Weitere Ermittlungen
Nach einer medizinischen Erstversorgung vor Ort wurde das Kind in ein Würzburger Krankenhaus eingeliefert, wo es noch am Nachmittag operiert wurde. Inzwischen steht fest, dass der Sechsjährige mehrere Bisswunden am Kopf erlitten hat. Lebensgefahr besteht glücklicherweise nicht.

Nachdem die neuen Hundebesitzer das Tier nach dem Vorfall nicht mehr wollten, holte ein Diensthundeführer der Polizei den Kampfhund ab. Der Hund der Rasse Dogo Argentino befindet sich inzwischen in einem Tierheim außerhalb von Würzburg, nachdem er zunächst in einem Zwinger der Polizei untergebracht war. Dort will man sich um eine Weitervermittlung des Hundes bemühen.

Die weitere Sachbearbeitung wegen fahrlässiger Körperverletzung hat der Einsatzzug der Würzburger Polizei übernommen. Unter anderem soll geklärt werden, wie es zu dieser schlimmen Attacke kommen konnte. Augenzeugen gibt es nicht.