Zu einer Nistkasten-Säuberungsaktion fanden sich einige junge Helfer auf dem Grundstück von Otmar Koberstein ein. Die Jugendlichen Jan, Martin und Hanna griffen zu Spatel und Kehrbesen, um das über den Winter unansehnlich gewordene Nistmaterial zu entfernen. "Ich fühle mich in der Verantwortung für das Wohlergehen unserer beheimateten Vogelwelt", meint Jan und seine Freunde nicken ihm zu.
"Da war im vergangenen Jahr die Meise drin", erklärt Kurt Selbert, der Vorsitzende des örtlichen Obst- und Gartenbauvereins. In einem weiteren Nistkasten hatten Hornissen ihr Nest. Jetzt galt es für die neue Vogelbrut im Frühjahr Platz zu schaffen. "Würden wir diese Reinigung nicht erledigen, dann wären diese Nistkästen über die Jahre hinweg immer voller und schließlich nicht mehr zu gebrauchen", so Selbert. Vor Allem gäbe es dann ein Hygieneproblem. Die Milben würden sich stark vermehren und die Vogelbrut mit Krankheit bedrohen.
"Rechtzeitig säubern!", rät Selbert den Vogelfreunden, die auf ihren Grundstücken solche Nistkästen hängen haben. In freier Wildbahn suchen sich die Vögel jedes Jahr neue Brutplätze, wenn die alten unbrauchbar geworden sind. Sollen diese beheimateten Vögel in der Nähe der Menschen brüten, dann sind diese auch in der moralischen Pflicht der jährlichen Reinigung. Hängt so ein Nistkasten in der Krone hoher Bäume, ist Schwindelfreiheit auf der langen Leiter angesagt. Doch damit hat Koberstein überhaupt kein Problem. Die Jahreshauptversammlung des Obst- und Gartenbauvereins mit Neuwahlen ist für Samstag, 23. März, geplant.