"Wir hatten immer genug Helfer bei den Baumaßnahmen." Neugebauer ergänzte: "Von Juni diesen Jahres bis Ende Oktober flossen 3035 Arbeitsstunden in den Umbau." Nun stehen Innenarbeiten an. Bis zum Frühjahr soll fast alles fertig sein. Herbert Hein fragte nach der Kostenschätzung. Bürgermeister Wolfgang Back (CSU) geht für die Gebäudeerweiterung von 248 000 Euro aus, der Vorplatz schlage mit 109 000 Euro zu Buche, der Fußweg zum Parkplatz im Gewerbegebiet mit 41 000 Euro. Der Dorfplatz soll 122 000 Euro kosten, für Architekten investiere man 35 000 Euro. Insgamt kommen 555 000 Euro an Kosten zusammen.

Infoveranstaltung soll folgen

Durch Eigenleistung der Ortsvereine sollen 60 000 Euro gespart werden. Nach Abzug der Fördersumme vom Amt für ländliche Entwicklung bleiben 290 000 Euro für die Gemeinde. "Der Platz muss funktionell, ansehnlich und vor allem pflegeleicht sein", forderte Harald Neugebauer. Ansonsten wäre der Pflegeaufwand hoch. Jörg Rumberg, Kommandant der Großenbracher Wehr, zeigte sich froh, dass man den Löschweiher umgestalten wolle: "Wir sollten hier aber Bedacht walten lassen. Ich glaube nicht, dass hier eine große Begegnungsstätte entstehen wird." Bürgermeister Back schlussfolgerte, dass zum Thema Dorfplatz noch eine Infoveranstaltung folgen sollte. Er forderte die Großenbracher zudem auf, ihre Ideen im Vorfeld im Rathaus mitzuteilen.

Thomas Kirchner ging auf das Thema Energie ein. Anfangs habe er Bürgermeister Back als euphorischen Windkraftbefürworter wahrgenommen, inzwischen empfinde er ihn als Gegner. Back widersprach dem entschieden. "Der Ausstieg aus der Atomkraft ist notwendig, aber der geplante Standort für die Windkraftanlagen in Bad Bocklet ist der falsche." Die Windhöffigkeit sei an anderen Standorten besser. Der Bau der Anlagen hätte sich negativ auf den Kurbetrieb auswirken können, außerdem seien in diesem Bereich geschützte Tiere angesiedelt. Wenn man einen passenden Platz gefunden hätte und die Kommune Betreiber gewesen wäre, hätte auch er sich Windkraftanlagen vorstellen können.

Bürgerentscheid angekündigt

Heribert Hein sagte: "Den Betreibern wurde anfangs Mut gemacht. Ich fand es nicht gut, diese dann auszubremsen." Statt nur Kurbetriebe zu berücksichtigen, hätten seiner Meinung nach alle Bürger befragt werden sollen. Matthias Farnung, Geschäftsführer der Windkraft Bad Bocklet GmbH & Co. KG (WKBB), empfand die Diskussion um die Windkraftanlagen als nicht fair und kündigte an, einen Bürgerentscheid initiieren zu wollen. Gemeinderat Michael Trümbach (SPD/UB) meinte, dass die Meinungsfindung im Gemeinderat über einen langen Zeitraum stattgefunden habe und die Abstimmung gegen Windkraft mit Blick auf die Nachhaltigkeit getroffen worden sei. Die Standortfrage habe im Vordergrund gestanden.