Gestern stellten sie ihre Ergebnisse im Jugendhilfeausschuss vor.
Projektstandorte waren im ersten Schulhalbjahr 2011/2012 die Volksschule Wildflecken, die Mittelschule in Münnerstadt, die Hauptschule in Hammelburg und die Saaletal-Schule in Bad Kissingen. "Die familienorientierte Schülerhilfe vermittelt Kindern und Jugendlichen, die von Ausgrenzung bedroht sind, Integrationschancen", erläuterte Stadler.
Erfolgreich war vor allem die Öffnung der Familien für Themen rund um die Schule und für Kontakte mit den Lehrern. "Eltern, die über Jahre hinweg nicht mit der Schule kommuniziert haben, wurden zur Mitarbeit gewonnen", sagt Ukena. Schulen und Familien haben sich aufeinander zubewegt, besonders förderlich waren Einzel- und Elterngespräche sowie Hausbesuche. Der Zeitraum des Projekts sei den Trägerverantwortlichen zufolge aber deutlich zu kurz gewesen. "Manches konnte man nur anstoßen", bedauert Stadler. Dennoch sei das Projekt ein "ganz wesentlicher Bestandteil des Jugendhilfeangebots und unabdingbar für Familien", waren sich Ukena und Stadler einig.
Beide empfahlen dem Ausschuss deshalb, das Projekt in bestehende Netzwerke wie der Jugendsozialarbeit (JsA) zu integrieren. Dadurch könnten zum Wohl der Kinder mit Lerndefiziten als auch der Eltern eine Ausgrenzung aufgehoben und Perspektiven geschaffen werden. Einstimmig beschloss das Gremium, die Projektergebnisse als Diskussionsgrundlage in die "Initiative Bildungsregion Bad Kissingen" einzubringen, um ein bildungspolitisches Gesamtkonzept zu erstellen.