"Wenn das Narrenschloss über Nacht erwacht", ja dann ist was los, denn der Faschingsclub Selbsthilfe Ebenhausen (FCSH) lädt ein zu seinen zwei großen Faschingssitzungen. "Vanessa I" und "Andreas IV" luden ein und Gäste aus nah und fern kamen, Garden aus Euerdorf und Poppenlauer, Faschingsprinzen aus Bad Neustadt und Euerdorf und viele, viele Aktive - zum Teil sogar aus dem benachbarten Schweinfurt - kamen. Eröffnet wurde der getanzte Reigen von der heimischen Purzelgarde mit einem "Indianershowtanz".
Ein fester Bestandteil des Ebenhäuser Faschings ist inzwischen Fabian Wahler, der auch bei der Schwarzen Elf in Schweinfurt auftritt und hier als 37-jähriger "best ager" Einblick in sein Leben gab. "Alle über 37 haben eine Lebensversicherung abgeschlossen, nur Opa wollte, dass alle mal richtig traurig sind, wenn er stirbt - daher hatte er auch keine Versicherung..." Kindergarde und vor allem Tanzmariechen Leonie Bohlin begeisterten das Publikum und stimmten auf die "Großen" - die blau-weiße Prinzengarde - ein.
Hermann und Mathilde (Klaus Bollwein und Birgit Schreiber) beschrieben ihre Erlebnisse als Ehepaar und Till Eulenspiegel (Peter Halbig) hielt dem Publikum den politischen Spiegel vor die Nase. Als dann zu vorgerückter Stunde die blonde und vollbusige Lolita (Matthias Besler) Bühne und Bütt erklomm, wurde es merklich stiller im Saal.
Wusste die "käufliche Dame" doch einige Internas der Ebenhäuser Männerwelt. Die Showtanzgruppe Euerdorf, die schon vor der Pause des fast fünfstündigen Programms einen kleinen Einblick in ihr Können gab, trumpfte kurz vor Mitternacht mit ihrer Zirkusshow farbenfroh auf und lieferte sich praktisch ein Kopf-an- Kopf-Rennen mit der Showeinlage des erweiterten Spielmannszuges des FCSH Ebenhausen. Ottmar Schraud ließ die zahlreichen Gäste an seiner Afrikareise teilhaben, die schon beim Einchecken zu Lachsalven führte. Prinzengarde und Männerbalett beendeten weit nach Mitternacht die diesjährigen Faschingssitzungen in Ebenhausen.