Wer je im Sitzungssaal des Rathauses von Burkardroth zu tun hatte, weiß: Es gibt hellere Räume als diesen großen Saal unterm Dach, holzgetäfelter düsterer Chick aus den frühen 80er Jahren, der Zeit, als das Rathaus gebaut wurde. Aber wenn der Marktgemeinderat heute Abend zusammenkommt, wird dort alles anders sein: Lichtes Ambiente, angenehme Beleuchtung aus unauffällig in die Decke integrierten Strahlern, sachdienliche, zugleich schmucke und fast edel anmutende Büromöbelausstattung mit 26 Sitzen und moderne Technik.

"Gutes Ambiente für gute Ideen", ist man geneigt zu sagen. Und ödp-Bürgermeister Waldemar Bug bestätigt: "Wir werden heute vor Sitzungsbeginn darauf anstoßen." Mit Sekt oder Selter? Nein, Rotwein, denn: "Wir haben noch Geschenke aus Frankreich", verrät er.

Was lange währt...


Lange schon hatten die Verantwortlichen im Rathaus und die Gemeinderäte sich Gedanken darüber gemacht, wie man den Sitzungssaal freundlicher gestalten könnte. Und bald war klar: "Wenn man etwas macht, müssen wir es richtig machen." Gut 90 000 Euro musste man in die Hand nehmen, um Bodenbelag und Elektrik zu erneuern, den Durchbruch zum Nebenzimmer aufzuweiten, die Wandvertäfelung zu entfernen, neu zu verputzen und zu streichen, um die Beleuchtung und auch die Hardware für die EDV auf den neuesten Stand der Technik zu bringen. Und auch die Fenster wurden überarbeitet. "Einige Scheiben waren schon blind", schüttelt der Bürgermeister den Kopf.

Jetzt ist der Sitzungssaal ein repräsentativer Raum geworden, "auch für Trauungen oder Ehrungen", erklärt Bug. Nicht ohne zu ergänzen, dass zuvor auch die übrigen Bereiche im Rathaus Stück für Stück aufgehübscht worden waren.


Keine großen Schulden gemacht



Das alles klingt nach viel Geld, aber es tut der Marktgemeinde nicht allzu weh: "Die Pro-Kopf-Verschuldung liegt bei uns um einen Euro herum", sagt Bug, während er den Fachleuten zuschaut, wie sie letzte Hand anlegen.

Planer Carsten Kessler vom örtlichen Planungsbüro ist ebenso zufrieden mit dem Resultat wie Daniel Höchemer, der die Bürotechnik geliefert hat und mit seinem Kollegen Andreas Reger noch die letzten Kabel unsichtbar verstaut, bevor der Saal eingeweiht wird.