Die Statistik spricht eine deutliche Sprache: Bei Rauch- und Brandentwicklungen in der Wohnung ist kaum Zeit für erste Maßnahmen, auch wenn der Brandherd frühzeitig entdeckt wird. Vor allem Senioren bemerken die tödliche Gefahr in den eigenen vier Wänden meist zu spät, um rechtzeitig Hilfe holen zu können. Wenige Minuten können entscheiden zwischen Leben und Tod.

"Mit Rauchmeldern werden lebensrettende Minuten gewonnen", erklärt Marcus Roßband, Hausnotruf-Leiter der Johanniter in Bad Kissingen. Jetzt präsentiert er noch mehr sichherheit: "Beim Hausnotrufgerät und Rauchmeldern wird im Ernstfall automatisch ein Alarm in unserer Hausnotruf-Zentrale ausgelöst und professionelle Hilfe verständigt."

Diese Hausnotrufgeräte sind spezielle Rauchmelder, die von den Johannitern eingesetzt werden. Die unauffälligen Geräte sind per Funk mit dem Johanniter-Hausnotruf verbunden. Dakann bei der Installation in der Wohnung auf aufwändige neue Kabelschächte verzichtet werden. "Vor allem nachts können Rauchmelder wahre Lebensretter sein, da während des Schlafs auch der menschliche Geruchssinn pausiert und einen nicht vor der Gefahr warnt", sagt Roßband und fügt hinzu: "Die automatische Alarmierung in der Hausnotruf-Zentrale ist für alle Senioren ein entscheidender Vorteil, die aufgrund eines geschwächten Gehörs oder dem fehlenden Hörgerät den akustischen Alarm nicht frühzeitig wahrnehmen können."

Seit April 2012 sind in allen bayerischen Neubauten Rauchmelder gesetzliche Pflicht und für Altbauten gilt eine Übergangsfrist bis 2017. Danach müssen Wohn-, Schlaf- und Kinderzimmer immer mit Rauchmeldern ausgestattet sein. Doch gerade Altbauten sind sehr häufig von einer akuten Brandgefahr betroffen, z.B. durch defekte Kabel oder einen hohen Holzanteil in der Bausubstanz.

Allein 2011 mussten deutschlandweit etwa 400 Brandtote beklagt werden. red/jüb