Nach Angaben der Staatsanwaltschaft Würzburg vom Freitag besteht der Verdacht, dass der 56-jährige Polizeidirektor a. D., der als OB dienstlich mit dem Verkauf von "Fürstenhof" und "Schweizerhaus" beschäftigt gewesen sei, "finanzielle Zuwendungen in Höhe von mindestens 434 000 Euro entgegen genommen und sich hierdurch der Bestechlichkeit strafbar gemacht hat".

Wie Leitender Oberstaatsanwalt Dietrich Geuder mitteilte, stehe ferner der Verdacht der Bestechung, Geldwäsche und Steuerhinterziehung im Raum. Laudenbach wird nicht namentlich genannt.

Die Ermittlungen richteten sich gegen sieben Personen im Zusammenhang mit dem Verkauf der Immobilie im Jahr 2008 an eine schweizer Gesellschaft. Die Staatsanwaltschaft habe am Mittwoch zahlreiche Objekte im In- und Ausland durchsucht. Umfangreiche Beweismittel seien dabei sichergestellt worden, so Geuder.

Der Ermittlungsrichter am Amtsgericht Würzburg habe gegen Laudenbach Haftbefehl erlassen. Das wurde laut Oberstaatsanwalt Frank Gosselke mit Fluchtgefahr begründet. Weitere Personen seien nicht festgenommen worden. Aus ermittlungstechnischen Gründen würden derzeit auch keine weiteren Auskünfte gegeben.

Wie berichtet, wurde nicht nur das Bad Kissinger Rathaus durchsucht, sondern auch das Hotel "Kaiserhof Victoria", in dem Laudenbach nach seiner Amtszeit als OB tätig war, sowie Privatanwesen nicht nur in Bad Kissin-gen.