Vorgeschlagen wurde Harald Hofmann von Bürgermeister Günter Kiesel, der im kommenden Jahr nicht mehr kandidiert. "Die CSU und die Gemeinde Nüdlingen hängen eng zusammen", sagte der Bürgermeister. Seit 1966 habe die CSU im Ort den 1. Bürgermeister gestellt und seit 2002 über die absolute Mehrheit der Ratsmitglieder verfügt. Nach den Beratungen seien fast ausnahmslos einstimmige Entscheidungen getroffen worden. Die Sachpolitik habe stets im Mittelpunkt gestanden, sagte Kiesel. Als Beispiele für wichtige Ratsbeschlüsse nannte er die Einführung des kostenfreien dritten Kindergartenjahres, die Einrichtung der Gemeindebücherei und die Breitbandversorgung in beiden Ortsteilen. "Daran müssen wir weiter arbeiten", betonte er. Seinem potenziellen Nachfolger gab er den Rat, die Verbindungen der Gemeinde zur "großen Politik" zum Wohle der Bürger zu nutzen.

Belastbar und erfolgsorientiert

Die Leitung des Wahlausschusses lag in den Händen von Alfred Schäfer. Kandidat Harald Hofmann stellte sich persönlich vor und verwies auf seine bisherige berufliche und politische Tätigkeit. Geboren wurde er vor 50 Jahren in Münnerstadt. Im Jahre 1985 war er Gründungsmitglied der Jungen Union (JU) Nüdlingen. Seit 1999 ist er CSU-Ortsvorsitzender. Bei den Gemeinderatswahlen in den Jahren 2002 und 2008 schnitt er jeweils mit den meisten Stimmen ab. Von Beruf ist er Geschäftsführer des Familienbetriebes Kelterei Hofmann. Es ist ihm klar, dass er diesen Posten im Falle seiner Wahl aufgeben muss. Er hat drei Brüder, die den Betrieb weiterführen werden. Als Grund für seine Bewerbung sagte Hofmann: "Ich kandidiere, weil ich das absolut will. Mir hat die Politik von Kindesbeinen an Spaß gemacht." Er bezeichnete sich als Familienmensch, ist verheiratet und hat zwei erwachsene Söhne. Zu seinen wichtigen Eigenschaften führte er aus: "Ich bin teamorientiert und kein Diktator. Ich bin als selbstbewusster Mensch belastbar und erfolgsorientiert." Vielen Dank sagte er Bürgermeister Günter Kiesel, der stets bei großen Projekten den gesamten Gemeinderat "mitgenommen" habe und die Schuldenfreiheit der Gemeinde erreicht habe. Sie werde auch die Arbeit des neu zu wählenden Gemeinderats bestimmen. Als eines seiner Ziele sprach der Kandidat die Schaffung einer "Senioren-Einrichtung" an. Harald Hofmann schloss mit den Worten: "Ich bin bereit und habe den Willen, die Fähigkeit und genug Lebenserfahrung". Es gab viel Beifall .
Im Rahmen der Versammlung wurden auch die 16 Kandidaten (und zwei Ersatzkandidaten) der CSU für die Gemeinderatswahl in demokratischer Abstimmung nominiert. Die im Ortsvorstand beschlossene Frauenquote wurde von der Nominierungsversammlung einstimmig gebilligt. Alle Bewerber auf der CSU-Liste stellten sich vor. Bei der folgenden geheimen Wahl wurde die Reihung ermittelt. Einige Verschiebungen ergaben sich durch die Frauenquote. Zu Gunsten von Andreas Götz verzichtete der auf Platz 16 gewählte Karl Müller, der jetzt - zusammen mit Jens Hesse - Ersatzkandidat ist. Landrat Thomas Bold nannte als Ziel der CSU bei den Kreistagswahlen: "Wir wollen mit einer starken Liste wieder die alte Stärke erreichen."

Bürgermeister Harald Hofmann

Gemeinderatsliste
1. Harald Hofmann; 2. Franz Weber; 3. Birgitt Waldner; 4. Edgar Thomas; 5. Nicole Lampert; 6. Matthias Hümmler; 7. Marie-Luise Biedermann; 8. Uwe Beer; 9. Liane Hofmann; 10. Michael Grom; 11. Sonja Eckert; 12. Reinhold Schmitt; 13. Andre Iff; 14. Günther May; 15. Klaus Beck; 16. Andreas Götz. Als Ersatzkandidaten wurden Karl Müller und Jens Hesse gewählt.

Kreistagskandidaten
Harald Hofmann und Edgar Thomas