Die jungen Menschen ziehen nicht nur der Arbeitsplätze wegen in die größeren Städte. Auch das vielfältige Angebot an Freizeit- und Kultureinrichtungen lockt sie. Das weiß Bürgermeister Ludwig Neeb (CSU) auch aus der eigenen Familie zu berichten. "Der demografische Wandel schlägt sich in vielen Bereichen nieder", sagt er. So nun auch bei der Kommunalwahl im März.

Der Marktgemeinderat schrumpft um zwei Sitze. Nicht mehr 16, sondern nur noch 14 Plätze im Gremium sind zu besetzen. Denn die Zahl der Sitze hängt von der Einwohnerzahl ab: In Gemeinden mit 3001 bis 5000 Einwohnern gibt es 16 Gemeinderäte, bei einer Bevölkerungsgröße von 2001 bis 3000 Einwohnern sind es 14. Elfers hausen liegt unter der 3000-Marke. "Wir sind zum zweiten Mal darunter", erklärt Neeb.

Zum 30. Juni des vergangenen Jahres, dem für die Wahl relevanten Feststellungszeitpunkt, waren es 2853 Einwohner. Bereits Ende 2007 zählte der Markt Elfershausen nach Angaben des Landesamts für Statistik nur 2949 Einwohner. Jetzt erst aber werde die Reduzierung der Sitze aktuell, so Neeb. Zuletzt gab es in der Amtsperiode 1996 bis 2002 nur 14 Gemeinderäte.

Auf die Arbeit im Gemeinderat wird das aber "keine Auswirkungen haben", ist CSU-Vorsitzender Bernhard Büttner überzeugt. Mit der Meinung ist er unter den Parteien und Gruppierungen, die im März zur Wahl antreten, nicht allein. Günter Zink (SPD/ FWG) erklärt: "Schließlich ist jede Wahl ein neues Spiel." Volker Partsch (Neue Liste Markt Elfershausen) geht davon aus, dass aus allen Ortsteilen Kandidaten im Gemeinderat vertreten sein werden und die Besetzung ausgeglichen sein wird.

Doch irgendeinen wird es auf alle Fälle treffen. Edgar Wolf rechnet damit, dass die Bürgerliste Machtilshausen zumindest einen Sitz verlieren werde. Zumal die Gruppierung diesmal auch nicht von einer Listenverbindung profitieren kann.

Spannend wird im März auch die Frage sein, für welchen der drei Bürgermeisterkandidaten sich die Wähler entscheiden. Mit einem Bewerber aus Elfers hausen (Karlheinz Kickuth) und zwei Bewerbern aus Langendorf (Alfons Hausmann und Volker Partsch) wird das Abstimmungsverhalten in Trimberg, Engenthal und vor allem in Machtilshausen interessant werden - insbesondere wenn es zu einer Stichwahl kommen sollte, was bei drei Kandidaten wahrscheinlich ist.

Die Bürgerliste Machtilshausen ist im Markt die einzige Gruppierung ohne eigenen Bürgermeisterkandidaten. Sie hat bisher auch auf eine öffentliche Empfehlung verzichtet. Wie zu hören ist, liegt es daran, dass der Erstplatzierte der Liste, Thorsten Hollatz-Schneider, eigentlich CSU-Mitglied ist.

Edgar Wolf, dritter Bürgermeister und seit 1989 Gemeinderat, wird dennoch eine persönliche Aussage machen. Wolf, der nicht mehr für die Bürgerliste Machtilshausen antritt, will demnächst im gesamten Markt Elfershausen einen "Dankesbrief an die Wähler" austeilen. Darin wird er die Zusammenarbeit mit SPD/ FWG hervorheben, wie er erklärt.

Der Gemeinderat verliert nicht nur zwei Sitze: Bernd Strauß, seit 2008 Ortssprecher von Engenthal, hört auf. Er setzt darauf, dass einer der Kandidat aus Engenthal in den Gemeinderat gewählt wird und es damit keines Ortssprechers mehr bedarf. Auf der Neuen Liste Markt Elfershausen stehen zwei Engenthaler, die CSU schickt einen Bürger des Ortsteils ins Rennen. Sollte es nicht klappen, müssen die Engenthaler einen neuen Ortssprecher suchen. Strauß: "Die Arbeit hat Spaß gemacht, und ich habe viel gelernt."