Der Hof des Erthal-Schlosses beherbergte zum zehnten Mal die "Elfershäuser Dorfweihnacht" die, im Wechsel mit der Gaden-Weihnacht in Fuchsstadt, alle zwei Jahre stattfindet. Der Verein für Gartenkultur und Landespflege und die Freiwillige Feuerwehr aus Elfershausen standen erneut als Organisatoren für den - zwar kleinen aber heimeligen - Weihnachtsmarkt zur Verfügung.

Der Dorfweihnacht gibt die Kulisse des einstigen Herrensitzes der Adeligen von Erthal einen Hauch von Romantik mit dem ehemaligen Vorratskeller, der sich zum "Engelsgewölbe" verwandelte in dem die Gartler-Frauen Kaffee und Selbstgebackenes bereit hielten. In der einstigen Scheune ließen sich Hobby-Künstler nieder, Verkaufsstände wurden aufgebaut, und der Sitzungssaal des heutigen Rathauses diente als Ausstellungsraum für die einheimische Malerin Anita Brand.

Schon im Dämmerlicht eröffneten Bürgermeister Karlheinz Kickuth und das Vorstandsmitglied des Gartenkultur-Vereins und Kreisvorsitzender Markus Stockmann die zweitägige Veranstaltung. Stockmann dankte dabei allen Unterstützern, sowie namentlich Karl Wehner und Walter Emmert.

"Ich finde die Dorfweihnacht einfach klasse", sagte Karlheinz Kickuth zum Publikum. Er hielt für die Kinder einen Korb voll Süßigkeiten bereit und sprach seine Anerkennung allen Helfern aus, sowie den Langendorfer Musikanten, die den adventlichen Samstagnachmittag musikalisch untermalten.

Ein Rundgang führte zunächst in den Sitzungssaal. Am Platz, den er üblicherweise als Ratsvorsitzender einnimmt, fand Kickuth diesmal Landschaftsbilder von Anita Brand. Ihre Motive sind die nähere Umgebung und die Rhön mit ihren oft übersehenen Schönheiten. Tochter Diana fotografiert die Gemälde, die Fotos sammelt die Mutter in Alben. Die Ikonen und verzierten Kerzen von Hobby-Kunsthandwerkerin Herta Hey rundeten die Ausstellung ab.

In der früheren Scheune stellte Otmar Kleinhenz an einer kleinen Drehbank Weihnachtsschmuck und Dekoratives wie Blumenvasen, Kerzenhalter und Figuren aus Holz her. Die Kreationen des Langendorfers finden immer wieder Bewunderer genauso wie die Vogel-Villen von Norbert Pfister. "Ich tue den Vögeln etwas Gutes und baue ihnen vornehme Wohnsitze aus Naturmaterialien. Mir tut das Hobby auch gut", meint der Burghausener verschmitzt, der sich neuerdings auch dem Natur-Krippenbau verschrieben hat.

Im Hofgeviert roch es verlockend nach Glühwein und Bratwürsten, die an den beheizten Rundtischen verzehrt werden. Am Stand der Imker-Familie Freunde stehen neben Honig Wachsfiguren, teils als Kerzen, zum Verkauf. Nicht vergessen sei das Kinderkarussell und das Rhöner "Zucker-Haus", für die jüngsten Besucher.

"Jetzt müssen wir zurück in den Hof, denn der Nikolaus kommt", hörte man sie aufgeregt tuscheln. Und da stand er auch schon. Begleitet von Markus Stockmann hielt er für die Kinder einen Naschkorb bereit. Christian Haun nahm in bewährter Weise wieder sein Amt als St. Nikolaus wahr.

Am Abend übernahm DJ Alex das musikalische Zepter. Am Sonntag warteten die Organisatoren mit weiteren Überraschungen auf. So sangen beispielsweise die Kindergarten-Kinder.

Freilich, mit den großen Weihnachtsmärkten kann sich die Veranstaltung nicht messen. Das will sie auch gar nicht. Dafür gibt es bei der "Elfershäuser Dorfweihnacht" aber ausreichend Parkplätze.