Bei den Untererthaler Floriansjüngern ist das digitale Zeitalter voll angekommen. Das bewies nicht nur der Jahresbericht des Kommandanten Dennis Frey. Ganz frisch ist die von ihm und Manuel Wurst verfasste Homepage (feuerwehr-untererthal.de) dieser Wehr, die ab sofort auch über aktuelle Geschehnisse umfangreich berichten werde, so Frey am Samstag in der Jahreshauptversammlung.

"Das gewünschte Feuerwehrauto ist endlich da", freute sich Bürgermeister Armin Warmuth (CSU) und erinnerte an 35-jähriges, geduldiges Warten darauf. Er lobte die gute Zusammenarbeit mit der Nachbarwehr Obererthal, die gut in das aktuelle Konzept der Hammelburger Wehren passe. Der neue Feuerwehr-Einsatzwagen TSF-W ist offenbar der ganze Stolz der 74 Aktiven, 16 Jugendlichen und 191 Passiven. "Das Fahrzeug verfügt über einen Lichtmast, einer Einrichtung zur schnellen Wasserabgabe und einer LED-Heckabsicherung. Neben dem fest eingebauten 600 Liter Tank findet im Heck eine Tragkraftspritze Platz, die bei Bedarf auch herausnehmbar ist", kann man auf der Homepage nachlesen. Das rund 130 000 Euro teure Fahrzeug wurde schon im Juni 2017 geliefert, soll jedoch erst heuer zum Spritzfest (2. und 3. Juni) offiziell eingeweiht werden, kündigte Vorsitzender Andreas Heilmann an. Von der Anziehungskraft des neuen Fahrzeugs, besonders auf die Jugend, war Ortsbeauftragter Bernd Hüfner (CSU) überzeugt.

Zu Einsätzen war die Untererthaler Wehr im vergangenen Jahr 31 mal ausgerückt. Sicherheitswachen für die Veranstaltungen in der Erthalhalle und Verkehrsabsicherungen machten etwa die Hälfte aus, technische Hilfeleistung wurde zwölfmal angefordert, dreimal waren Brandmelder die Ursache und einmal hatte es richtig gebrannt. Aber auch ein junges Kätzchen wurde von einem Hausdach geholt.
Der ungeheure Vorteil der Wehr ist die günstige Altersstruktur der Aktiven, nämlich mit allein schon 23 Leuten in der Stufe 20 bis 29 Jahre. Das Durchschnittsalter wurde mit 39 Jahren angegeben. Gefreut hatten sich die Floriansjünger über fünf Neuaufnahmen. Über die zahlreichen Beförderungen berichtete der stellvertretende Kommandant Marko Koch. Für seine 25-jährige Treue wurde das passive Mitglied Werner Gläser geehrt.

Im digitalen Zeitalter werden zunehmend mehr Details in der Statistik erfasst. So zum Beispiel jene rund 7600 Stunden aus dem Vorjahr, die auch Übungen und Ausbildungsmaßnahmen berücksichtigen. Die Kommandantenarbeit wurde mit knapp 1400 Stunden angegeben, die Jugendarbeit mit knapp 2200 Stunden. Über Letztere berichtete Jugendwart Andreas Herrlein. Kreisbrandmeister Elmar Eisenmann äußerte sich zufrieden. Er informierte über Umstellungen in der Leitstelle, die falsche Einätze zu vermeiden helfe, und wies auf die Rauchmelderpflicht auch im privaten Bereich hin.

Das Einsammeln der Christbäume durch die Jungfeuerwehr,,die Maibaumaufstellung von Hand, die Unterstützung des alle zwei Jahre stattfindenden Horbichfestes, Beatabende, Turniere für Schafkopf und Wizzard, Christbaumaufstellung und Feiern gehören zum geselligen Teil des Untererthaler Feuerwehrvereins, war der Rückschau von Heilmann zu entnehmen. Er berichtete auch von einer Wanderung zum Brennerhügel bei Schwärzelbach und von runden Geburtstagen. Bis zum 30. April sollten sich die Teilnehmer des 6. Leistungsmarsches (26. Mai) des Kreisfeuerwehrverbandes in Hammelburg anmelden.