Gerhard Karg sah nach zehn Jahren im Amt den Zeitpunkt als gut gewählt, den Vorsitz beim Tourismusverein Thulbatal niederzulegen und in jüngere Hände abzugeben. Alles laufe derzeit auf einen Verband bzw. einen Zusammenschluss mit "Frankens Saalestück" hinaus. Jessica Leicher soll mit ihrem Fachwissen die Zusammenlegung begleiten.

Karg begrüßte 16 Mitglieder des Vereins, darunter Bürgermeister Gotthard Schlereth und Geerd Müller von "Frankens Saalestück". Der Vorsitzende verwies auf die neue Imagebroschüre, mit der es gelungen sei, das Thulbatal gut darzustellen. Die Urwüchsigkeit und Einzigartigkeit der Wälder, in welche das Tal eingebettet ist, begeistert den Natur- und Wanderfreund. Das Gebiet erschließt sich den Gästen durch gut ausgebaute Rad- und Wanderwege, idyllische Badeplätze und der Wasserskianlage. Der "Thulbataler" ist ein zertifizierter Premiumwanderweg, der Wanderer durch das urwüchsige Thulbatal führt.

Das Gebiet finde mittlerweile überregional Anklang, sei verkehrsmäßig gut angebunden, und die Gastronomie sei noch gut aufgestellt, so Karg. Einer Statistik, wonach die Übernachtungszahlen stark zurückgingen und auch erheblich von den Nachbarregionen abwichen, wollte man nicht wirklich Glauben schenken. Hier soll nach Fehlern gesucht werden.

Bürgermeister Schlereth berichtete vom jüngst stattgefundenen Workshop und zeigte sich vorsichtig optimistisch. Die Ergebnisse müssten jetzt aber erst den Gemeinderäten vorgestellt werden. Mit dem Thulbatal östlich und dem Oehrbachtal westlich der Autobahn verwies er auf die gute Lage. Die Zeit der Ehrenamtlichkeit sei speziell beim Thema Tourismus ein Stück weit vorbei. "Wir müssen es richtig anpacken, oder wir müssen es lassen", so Schlereth. Man hätte Verbände bei Wasser-, Abwasser- und Forstwirtschaft. Beim Tourismus müsse man es auch so machen, um intensiv wahrgenommen zu werden. Er dankte den anwesenden Gastronomen für ihren leidenschaftlichen Einsatz.

Geerd Müller betonte, dass es "Frankens Saalestück" mittlerweile zehn Jahre gebe, und das habe die Region doch ein großes Stück nach vorne gebracht. Umso mehr sei es jetzt Zeit, mit einer Stimme zu sprechen und mit einem Erscheinungsbild nach außen aufzutreten. Die Arbeit habe sich gewandelt, und so sprach Müller einfache Punkte wie das bargeldlose Zahlen an, das den Gästen ermöglicht werden sollte. Warum soll der Gast hierher kommen? Auf diese Frage sollten alle gemeinsam positive Antworten finden.

"Der Verein soll aufgehen unter dem großen Motto Frankens Saalestück und wir werden nur auf kleiner Flamme weitermachen", so Vorsitzender Gerhard Karg. Er habe dem Verein viel Zeit geopfert und dies auch gerne gemacht. Jetzt wolle er an seinem Hobby "Ortschronik erstellen" weiterarbeiten. Er dankte allen für die tatkräftige Unterstützung und übergab sein Amt kommissarisch an die aktuelle Zweite Vorsitzende Jessica Leicher. Leicher sieht sich in dem Verein gut eingearbeitet, hält es aber für wichtig, künftig unter einem gemeinsamen Logo zusammenzuarbeiten.