Zur Jahreshauptversammlung trafen sich die Mitglieder des Vereins für Gartenbau, Brauchtum und Heimatpflege im Schreinersch-Haus. Bis auf Schriftführerin Annette Zier, die nicht mehr kandidierte, wurde der Vorstand im Amt bestätigt. Ingrid Mützel ist weiterhin Vorsitzende, Jutta Schlereth ihre Stellvertreterin. Stefan Mützel ist Kassier geblieben, und neu in seinem Amt ist Schriftführer Walter Schmitt. In den Beisitz gewählt wurden Hiltrud Fenn, Edeltrud Starrach, Dietmar Schlereth, Sybille Kramer und Karina Dumaschus. Helmut Fenn und Sigrun Büchner prüfen die Kasse. Der Holzofen bullerte angenehm im historischen Gewölbekeller des 500 Jahre alten Schreinersch-Hauses. Dieser Keller sei angesichts der zunehmenden Dezimierung der Dorfgasthäuser als Alternative ein zuverlässiger Anlaufpunkt für Versammlungen, sagte Vorsitzende Mützel und fügte an: "Wer hätte 1994 gedacht, dass aus dem verfallenen Anwesen so ein erfolgreiches Projekt wird?". Mittlerweile sei das Schreinersch-Haus reichlich mit Leben erfüllt. Der Verein für Gartenbau, Brauchtum und Heimatpflege zähle 94 Mitglieder.
Als Beispiele nannte Ingrid Mützel Veranstaltungen wie Saale-Musicum, Plattenparty, orientalische Tänze, die tollen Bierbrau-Seminare und das Kräuterbüschelbinden. Freilich gehöre auch das jährliche Weihnachtsfest dazu. Zu Gast waren im Schreinersch-Haus die Wallfahrer, der Lions-Club, die Kirmesleute aus dem Dorf und die Besucher zum Tag des offenen Denkmals. Mützel erinnerte an eine verregnete Sternennacht, erwähnte das traditionelle Jakobusfest und ein erfolgreiches Frauenfrühstück.
Die Vorsitzende dankte allen Helfern, ohne die rund um das Schreinersch-Haus nichts gehe. Sie signalisierte die Bereitschaft des Vereins, bei der Beschilderung des Rundwanderweges, der am Kalkofen vorbei führe, kräftig Hand anzulegen. Aber leider sei das Fördergeld für die Schilder noch nicht in Sicht. Mützels Dank galt der Spende von German Zier, der einen großen Kühlschrank überlassen habe. Für das Heimatfest in Fuchsstadt habe der Verein historische Waschutensilien ausgeliehen. "Damit die Leute sehen konnten, wie mühsam vor hundert Jahren gewaschen wurde", so Mützel.


Was ist Unkraut?

Gab es vor einem Jahr einen Informationsvortrag über den Hausanstrich, so informierte Jutta Schlereth jetzt über den unkrautfreien Garten. "Was ist überhaupt Unkraut und was ist ein nützliches Kraut?", hinterfragte sie philosophisch. Seit den 1980er Jahren werde das Unkraut auch als Wild- oder Beikraut bezeichnet. Jedenfalls habe dieses Kraut die Funktion einer Zeigerpflanze, die Rückschlüsse auf die Bodenbeschaffenheit zulasse.
Schlereth stellte zur Eindämmung des Unkrauts verschiedene Mulcharten vor, von der Baumrinde, Stroh und Miskantus über diverse Folien bis hin zu mineralischen Stoffen wie Kies, Splitt und Schotter. Schlereth und Mützel waren sich einig: "Das beste Mittel gegen Unkraut ist, selbst etwas zu pflanzen, etwa Nutzpflanzen oder ein schönes Rosenbeet".