Noch ist sie ziemlich leer, jene Trägerplatte mit den Kantenlängen von 3 und 1,5 Meter. Auf dieser Platte soll die Collage mit den eingereichten Fotos, Schreiben, Zeitungsberichten, Wappen, Souvenirs, Schildern und möglichst flachen Gegenständen montiert oder geklebt werden. Bis zum Sonntag, 13. Dezember, an dem das Advents-Café ab 14 Uhr in der alten Schule geöffnet ist, können die Gaben der Zugezogenen eingereicht werden.
"Diese knapp zwei Wochen bis Weihnachten brauche ich, um das Kunstwerk zu fertigen", sagt Initiatorin Thea Keßler. Sie freut sich über die Resonanz, die sie von vielen Leuten zum Beispiel auf dem Ramsthaler Adventsmarkt erfahren hat. "Unter den Besuchern waren auch Münnerstädter, die anregten, dass solche Aktionen in jedem Dorf angebracht wären", erzählt Keßler. Die Leute seien sensibilisiert auf das Thema Zuwanderung. "Mitunter waren es sogar die Großeltern, die von außerhalb kamen", stellt sie aufgrund der Gespräche fest.


Überraschendes Interesse

Das Interesse sei sogar Generationen übergreifend wahrgenommen worden, so Keßler weiter. Und so freut sie sich über den 17-jährigen Aaron Kaufmann, der seine Nussknacker-Sammlung mit über 170 Exponaten für die Aktion zur Verfügung stellen will. Im Rahmenprogramm des Advents-Cafés soll extra ein traditionelles Wohnzimmer hergerichtet werden, in dem auch eine Spielzeugausstellung Platz hat. Die Spielzeuge sollen mindesten 20 Jahre alt sein.


Flohmarkt für die Kinder

Obendrein soll Kindern, die daran Interesse haben, angeboten werden, ihre ausrangierten Spielsachen auf einem Flohmarkt am 13. Dezember anzubieten. Einen weiteren Advents-Café-Termin gibt es eine Woche später am Sonntag, 20. Dezember, ab 14 Uhr, und dieses Mal sogar mit Musik (Singen mit Dieter und Friends).


Neugierige willkommen

Keßler hat schon einige grundsätzliche Ideen, wie sie die Collage gestalten will. "Passend zur Weihnachtszeit denke ich an Tür und Tor, um dem Exponat einen würdigen Rahmen zu geben", sagt sie. Und freilich soll die Ramsthaler Wappenfahne dort ihren Platz erhalten. "Neugierige sind willkommen", sagt Keßler, die stellvertretende Vorsitzende des Vereins "erLebenskunst". Vorsitzender Bernhard Gössmann-Schmitt: "Ich rechne auch mit einer Anzahl ehemaliger Schüler, die noch Erinnerungen an dieses Haus haben."


Weites Einzugsgebiet

Mittlerweile zählt der Verein rund 70 Mitglieder. "Das Einzugsgebiet reicht bis in die Oberpfalz", erzählt Gössmann-Schmitt von seinem Kontakt per Internet (www.erlebenskunst-ramsthal.de).

Auf dieser Homepage lässt sich auch das reichhaltige Angebot der Kurse erkennen. Die künstlerische Palette reicht von der Malerei und Bildhauerei über Ballett und Tango bis hin zu Klangreisen und Yogakursen. Das Haus der erLebenskunst in Ramsthal umfasst nämlich die Bereiche Kunst, Natur und Gesundheit. Auch unter dem Jahr wird das Café im 14-Tage-Rhythmus an Sonntagen nachmittags geöffnet sein.