Bereits zum dritten Mal fand die "Bottle-Party" statt. Diesmal gab es Streetfood, Musik und Wein allerdings nicht auf der Museumsinsel, sondern am Musikerheim.

Da unter anderem auf der Museumsinsel laute Musik um 22 Uhr beendet sein soll, hatten die beiden Winzer Stefan Ruppert und Florian Müller die Stadtkapelle angesprochen, um deren Garten am Musikerheim für einen Abend in eine Freiluftbühne zu verwandeln. Da die Stadtkapelle in diesem Jahr aus personellen Gründen auf ihr traditionelles Gartenfest verzichtete, fand sich eine Lösung.

Die beiden Hammelburger Winzer haben inzwischen Erfahrungen gesammelt und wissen, dass das Risiko für eine solche Veranstaltung hoch ist. So hatte die beiden ersten "Bottle-Partys" ein DJ des Bayerischen Rundfunks moderiert: Da sind mehrere Tausend Euro für den Auftritt und andere Kosten schnell weg, und die zehn Euro Eintritt wollte auch nicht jeder Besucher bezahlen.

So hatten sie diesmal mit Rokomana eine Band aus der Region engagiert, deren Ansprüche im finanziellen Rahmen blieben, und nahmen keinen Eintritt. Die Wirkung ließ nicht auf sich warten: Noch während des ersten Musikparts versammelten sich etwa 250 bis 300 Gäste im Garten an der Saalebrücke, dessen alte Kastanienbäume jeder Veranstaltung Flair geben.

Rokomana gründete sich vor rund sechs Jahren und covert Rock-, Pop- und Soul-Titel. Die Band ist mit Lehrern besetzt. Manuel Potschka ist wie Jonathan Hohmann für Gitarre, Bass und Gesang verantwortlich. Frontfrau und Sängerin ist Diana Völker. Rolf Walters bevorzugtes Instrument ist das Keyboard, Heiko Schmitt sitzt am Schlagzeug. Der sechste im Bunde, Sascha Lübbecke, befand sich im Urlaub.

Vorwiegend Disco-Fox leitete die erste Runde ein, zu der sich schon bald Tanzpaare einfanden. Drummer Schmitt begrüßte das Publikum, unter ihnen auch Besucher aus Holland und München.

In der zweiten Runde ging es bei Rokomana schon rockiger zu. Die Band zeichnete sich durch ein gut gemischtes Repertoire aus.

Bei "Sweet home Alabama", "Hey Joe" von Jimi Hendrix und Bob Dylans "Knockin' on heaven's door" klang die Sommernacht am Saalestrand aus. Beseelt von Musik und Wein konnte der Heimweg angegangen werden.