Das schlägt mit hohen Entsorgungskosten zu Buche, vor allem wenn es wie im Falle von Hammelburg keine eigene Deponie in der Gemeinde gibt.

Daher legt die Stadt nun ein Förderprogramm auf. Es ist eine Konsequenz aus den jüngsten Diskussionen über die Innenortentwicklung und soll motivieren, leer stehende Anwesen wieder zu nutzen. Die Stadträte skizzierten dafür die ersten Grundsätze.

Demnach will die Stadt in den kommenden fünf Jahren jeweils bis zu 30 000 Euro ausgeben. Bauherren sollen bis zu 7500 Euro bekommen, um die Abbrucharbeiten finanzieren zu können. Die Förderung soll ab dem 1. Juli 2014 gelten.

Zuvor muss die Verwaltung aber noch die Details des Programms ausarbeiten. Sie muss festlegen, wofür genau es das Geld gibt. So muss zum Beispiel das Fördergebiet abgesteckt werden. In Hammelburg wird sich dieses wohl mit dem Sanierungsgebiet, also dem Altstadtbereich decken. Aber auch die alten Ortskerne der Stadtteile sollen ausdrücklich profitieren.

Ob es bei den ins Gespräch gebrachten 7500 Euro pro Anwesen bleibt, muss der Stadtrat noch konkret entscheiden. Die Förderung soll zudem auf 20 oder 30 Prozent der Kosten beschränkt werden. Denn einerseits soll die finanzielle Unterstützung eine echte Motivation sein. "Mit 500 Euro ist es nicht getan", erklärte Armin Warmuth (CSU), der aus eigener Erfahrung sprach. Andererseits sollen möglichst viele in den Genuss der Förderung kommen.