Alle zwei Jahre zieht der närrische Gaudiwurm der Faschingsfreunde durch Thulba. Bei strahlender Sonne bejubelten am Samstag geschätzte 3000 Besucher die knapp 30 Gruppen und Motivwagen. Gleich hinter dem Bratwurstwagen des Schützenvereins grüßte das Thulbaer Prinzenpaar Simon I. und Lara I.. Der FC war mit Kindergarde und Gymnastikgruppe vertreten, außerdem feierten aus Thulba Zumba-Mädels, Landfrauen, Shopping-Queen, der Obst- und Gartenbauverein, der Affenzoo, der Stämauer-Club, die Kolonne Base-Binner und die Gruppe Mischmasch mit.

Viele treue Stammgäste

"Frankebrünn braucht a Haus für die vielen Versammlungen", kommentierten die "Frankebrünner Stäböck" die geplante Schließung des Gasthauses "Ebert". Eine andere Gruppe machte auf den Datenschutz aufmerksam: "Facebook, Instagram, Snapchat, Tinder ... missbrauchen die Daten Eurer Kinder". Weitere Gruppen kamen aus Oberthulba, Schwärzelbach, Diebach, Poppenhausen, Mühlhausen, Gräfendorf, Detter, Wolfsmünster, Ebenhausen, Waldfenster, Geroda-Platz-Oehrberg, und Weyersfeld.

"Ich komme schon seit einigen Jahren mit meiner Familie nach Thulba, um mir den Faschingszug anzusehen", sagte Besucher Dieter Kleinhenz. "Meine Enkel lieben den Fasching in Thulba", berichtete Besucherin Marie Schneider. "Und dazu gibt es heute noch das Traumwetter mit Sonnenschein." Viele Zaungäste hatten sich fantasievolle Kostüme angelegt. Mitfeiern und närrische Stimmung war Trumpf.

Faustschlag ins Gesicht

Während auf einigen Wägen die Lautsprecher dröhnten, spielten die Musikvereine aus Thulba und Oberthulba mit ihren Blaskapellen. Christopher Meindl vom Schützenverein und dessen Team hatten bei der Organisation dafür gesorgt, dass sich beide nicht in die Quere kommen. Die Feuerwehr regelte den Verkehr. Nach dem Faschingszug wurde in Festzelt und Schützenheim gefeiert. Dabei kam es zu einem handfesten Streit: Eine 17-Jährige beleidigte eine 21-Jährige so sehr, dass diese mit einem Faustschlag ins Gesicht reagierte. Beide erwartet laut Polizei ein Strafverfahren.