Die Freiwillige Feuerwehr Ramsthal feierte im Rahmen ihres Sommerfestes das 140-jährige Bestehen. Die Feierlichkeiten begannen mit einer Kirchenparade vom Festplatz zum Gotteshaus, an dem Vertreter vieler Ortsvereine und Delegationen anderer Wehren teilnahmen. In einem feierlichen Festgottesdienst weihte der ehemalige Ramsthaler Pfarrer Jürgen Schwarz die mit erheblichem finanziellem Aufwand restaurierte Vereinsfahne. Nach einer Totenehrung führte der Festzug dann wieder zum Festplatz, wo der offizielle Teil der Veranstaltung begann. Der Vereinsvorsitzende Bernhard Sixt begrüßte die Delegationen und Ehrengäste.

In einem Rückblick stellte er den Beginn der Wehr mit Hand- und Pferdewagen und Pumpspritzen dar. Diese schöpften Wasser aus einer der beiden Wehden oder dem damals noch offenen Bach durch den Ort. 1953 wurde dann die Wasserleitung fertiggestellt, so dass flächendeckend Löschwasser vorhanden war. 1964 schaffte man die erste motorisierte Tragkraftspritze an. Auf einem Anhänger verladen wurde diese mit Traktor oder Lastwagen zum Einsatzort gezogen. Ein Einsatzwagen mit einer langen Leiter wurde von dem Steigern dorthin geschoben. Die Geräte und Maschinen wurden in einem Anbau am gemeindlichen Backhaus am Dorfplatz untergebracht.

1976 wurde dann vom Bundesgrenzschutz ein Hanomag erworben, der in Eigenregie zum Löschfahrzeug umgebaut wurde. Bei diesem Fahrzeug konnte das Dach wie bei einem Cabrio zurückgeklappt werden. Auch das Lenkrad konnte während der Fahrt abgezogen werden. 1979 wurde die Vereinsfahne angeschafft und geweiht. Nach längeren Diskussionen wurde das Feuerwehrhaus am Dorfplatz durch einen Neubau am Ortseingang ersetzt. 1982 wurde ein VW Kastenwagen als 2. Fahrzeug erworben. 1985 folgte die Anschaffung eines neuen Löschfahrzeuges LF 8 mit schwerem Atemschutz. 1988 erfolge die Eintragung des Vereines ins Vereinsregister. Als Mannschaftswagen wurde 1996 ein gebrauchter VW-Bus gekauft.

Viele neue Veranstaltungen

In den nächsten Jahren sorgte die Vereinsleitung mit einigen neuen Veranstaltungen für eine Verbesserung der Bekanntheit, Anerkennung und eine positive Entwicklung der finanziellen Lage. Kappenabende, Starkbierfeste und das Sommerfest sind nur einige dieser neuen Veranstaltungen, die sich großer Beliebtheit erfreuen.

2004 wurde ein gebrauchter Mercedes Sprinter zum neuen Mannschaftswagen umgebaut. Ein Höhepunkt war dann 2011, als ein neues Löschfahrzeug LF 10/6 durch die Gemeinde angeschafft wurde.

Sixt merkte an, dass sich die Aufgaben der Feuerwehr in den letzten Jahren von der reinen Brandbekämpfung immer mehr zur technischen Hilfeleistung bei Unfällen oder sonstigen außergewöhnlichen Ereignissen entwickelt hat. "Ermuntert Eure Kinder bei der Feuerwehr mitzumachen" appellierte er an die Erwachsenen. Auch Erwachsene könnten noch zur Wehr kommen. Es gäbe nichts was man nicht lernen könne. Aktuell ist eine Verjüngung des Vorstandes bereits eingeleitet, ältere Kameraden stehen weiter gerne unterstützend zur Verfügung.

Ehrungen

Bürgermeister Alfred Gündling zog in seinem Grußwort einen Vergleich von Holz- und Ledereimer der Vergangenheit zum Feuerlöscher und Rauchmelder in der Gegenwart. Er betonte, dass dem freiwilligen Einsatz Hochachtung und Respekt entgegengebracht werden muss. Landrat Thomas Bold gratulierte dem Verein für 140 Jahre Dienst am Nächsten und dankte für die tägliche Leistung. Bold führte die staatlichen Ehrungen langjähriger Mitglieder im aktiven Feuerwehrdienst durch. Für 40 Jahr wurden die Ramsthaler Hubert Simon und Rainer Sixt geehrt. Die Ehrung für 25 Jahre wurde Heiko Ziegler zuteil.

Kreisbrandinspektor Roland Geis sprach in seinem Grußwort von der Feuerwehr als "einer der frühesten Bürgerinitiativen der Gesellschaft. Er sprach der Ramsthaler Wehr Dank und Anerkennung aus. Auch die Ramsthaler Weinprinzessin Mirjam Gößmann-Schmitt gratulierte dem Verein wie auch ein Vertreter des Patenvereins Garitz. Jan Carl Gawlik überbrachte die Glückwünsche des Sportvereins und dankte für gute Zusammenarbeit und hervorragende Unterstützung durch die Feuerwehr.