Sandro Kirchner bleibt CSU-Kreisvorsitzender. Der Landtagsabgeordnete erhielt in der Kreisdelegiertenversammlung das einstimmige Votum der Wahlberechtigten, die damit demonstrierten was fast alle Redner der Veranstaltung beschworen: Gemeinsamkeit und Geschlossenheit.

Zu Stellvertretern Kirchners wählten die Delegierten Landrat Thomas Bold, Steffen Hörtler sowie die beiden neuen Vorstandsmitglieder Nadine Fuhl und Herbert Nowak. Die Letztgenannten ersetzen Elisabeth Wende und Walter Gutmann, die nicht mehr kandidierten. Die 36-jährige Nadine Fuhl, verheiratete Mutter mit zwei Kindern, kommt aus Maßbach und ist Vorsitzende der dortigen Frauen-Union. Der 39-jährige, ledige Herbert Nowak ist in seinem Heimatort Wildflecken Vize-Bürgermeister.

Vor dem von Ehrenkreisvorsitzenden Robert Kiesel geleiteten Wahlgang stellten sich die Europakandidaten Christian Staat und Monika Vorndran mit ihrem politischen und beruflichen Werdegang im Saal des Gasthaus "Zum Stern" vor. Beide warben für die Europawahl und dafür, dass "Europa ein bisschen bayerischer wird". Für den 35 Jahre alten Staat aus Büchold ist die gemeinsame Außenpolitik und militärische Einheit wichtig. Die 48-jährige Monika Vorndran sieht in der Weiterentwicklung der bisher erreichten Vorzüge, wie die gemeinsame Währung und ein Europa ohne Grenzen, Chancen für weiteres Zusammenwachsen.

Der wiedergewählte Vorsitzende informierte in einem Kurzbericht über den Mitgliedsstand im Kreisverband, der konstant blieb. Im laufenden Jahr verzeichnet die Kreis-CSU bereits 20 Neuaufnahmen. Das Durchschnittsalter beträgt gut 60 Jahre. 81 Prozent der Mitglieder sind Männer.

Rückblick auf Höhepunkte

Sandro Kirchner räumte ein, dass die Christsozialen bei den Landtagswahlen "mit einem blauen Auge" davongekommen seien - letztlich auch Dank der Freien Wähler. Er selbst ging als zweitbester CSU-Kandidat aus der Wahl hervor, was in München einige Verwunderung auslöste. In Form einer Power-Point-Präsentation gab Kirchner einen Rückblick zu den Highlights, beispielsweise den Besuch von Markus Söder und Konsultationen bei den Bundeswehr- und Polizei-Standorten im Landkreis. Als neue Themen auf der Agenda benannte er das Kulturerlebniszentrum Rhön am Klaushof, das neue Berufsbildungszentrum in Münnerstadt und das joint venture-Projekt mit der Caritas in Maria Bildhausen.

Thomas Bold dankte Kirchner für dessen Arbeit. Mit Kirchner sende der Kreisverband "ein starkes Signal nach München". Der Urnengang setzte den Kassenbericht und Genehmigung voraus. Kreisschatzmeisterin Michaela Wedemann legte den Rechenschaftsbericht auf, der einen soliden Kassenbestand auswies. Die Kassenprüfer Gerhard Fischer und Herbert Huppmann bestätigten exakte Buchhaltung und Kassenführung mit Anerkennung für die Schatzmeisterin. Die Entlastung fiel einstimmig aus.

Die Schatzmeisterin und ihr Stellvertreter, Benno Metz, die beiden Kreisschriftführer Robert Erhard und Marion Albert und die genannten Kassenprüfer wurden in ihrem Amt bestätigt. Außerdem standen 13 Kreisbeisitzer, acht Delegierte zum Parteitag und 15 Delegierten - alle mit Ersatzleuten - zum Bezirks-Parteitag zur Wahl an, eine mit Bravour gelöste Aufgabe von Bundeswahlkreis-Geschäftsführer Detlef Heim.

Staatsministerin Dorothee Bär, gab einige Einblicke in den Bundes(all)tag, in dem der Ton offensichtlich rauer geworden ist was vor allem der "A-Partei" geschuldet sei. Mit Blick auf die Kommunalwahlen 2020 bangte sie um ausreichend Kandidaten für die Kommunal-Parlamente, die schwer zu finden seien.

Thomas Bold konnte sich weitere Listen bei den Kommunalwahlen vorstellen. Im Kreistag sind aktuelle sieben Listen vertreten, die CSU hält die knappe Mehrheit. Gelungen ist nach seinem Dafürhalten die Standortkampagne, die nach innen und außen wirke. "Wir investieren in die Pflege, die Bildung aber ein neues Landkreis-Verwaltungsgebäude ist auch kein Luxus", ließ er mit seinem Dank an die Mandatsträger aller Ebenen wissen.

Bezirksrätin und Behindertenbeauftragte, Karin Renner, skizzierte einige Streiflichter aus dem Bezirkstag der inzwischen aus 24 Mitgliedern aus sieben Parteien besteht.