Das schöne Ambiente der Museums Terra Triassica für Trauungen und das problematische Anwesen Hauptstraße 20-22 in der Dorfmitte von Wirmsthal sorgten für Diskussionen in der jüngsten Marktgemeinderatssitzung.
Trauungen inklusive Sektempfang sind jetzt auch im Museum möglich. Allerdings wird ein kleiner Unkostenbeitrag erhoben, während das Eheversprechen am schönsten Tag im Rathaus für die Bürger wie bisher kostenlos bleibt. "Wer jedoch Wert auf ein besonderes Ambiente mit Garten, Geotrop und Weingarten legt und in sich im Museum das Ja-Wort geben will, dem sollten 50 Euro für die Raummiete und nochmals 30 Euro für einen Sektempfang nicht zu teuer sein." So argumentierte Bürgermeisterin Patricia Schießer und hatte die Kostenbeteiligung mit erhöhtem Aufwand für Personal und Reinigung begründet.


Zustimmung

Der Hinweis, dass auf Schloss Saaleck 80 Euro und auf der Trimburg gar 300 Euro für eine Trauung verlangt würden, konnte zwar nicht alle Gemeinderäte überzeugen, mit 9:2 Stimmen wurde die Vorlage aber dennoch beschlossen.
Der öffentliche Teil der Sitzung wurde nach Einwand von Gemeinderat Elmar Hofmann, dem Basisinformationen zur Tagesordnung fehlten, mit der - allerdings nicht einstimmigen - Genehmigung der letzten beiden Protokolle begonnen.
Der Bauantrag für ein Wohnhaus mit Doppelgarage am Finkenweg in Euerdorf wurde dann aber einstimmig genehmigt. Längere Diskussionen hingegen löste eine Bauvoranfrage aus, über die Errichtung einer Lagerhalle am Wiesenweg in Wirmsthal. Hier verlangen die Räte noch weitergehende Informationen.
Die Stellungnahme des Immobilienbüros Hockgeiger zum Erhaltungszustand eines Anwesens in der Wirmsthaler Hauptstraße, beschäftigte die Versammlung intensiv. An dieser zentralen Stelle einen - an sich gewünschten - Dorfplatz durch teilweisen Abriss unter Erhalt von Scheune und Keller zu schaffen, scheint möglich, wie eine vorliegende Skizze des Architekturbüros Müller andeutet. Dies ist aber durchaus mit erheblichen Risiken verbunden, wie die Begutachtung gleichermaßen aufzeigt. Klarheit kann nur ein Statiker nach gründlicher Untersuchung schaffen. Bevor das jedoch in Angriff genommen wird, will sich der Gemeinderat erst zwei ähnliche Projekte in Oberwerrn und Maibach anschauen und die Möglichkeit von Förderprogrammen prüfen.
Für den Rathausneubau ist der Auftrag zur Prüfung der Standsicherheit an die Landesgewerbeanstalt, Zweigstelle Würzburg, vergeben worden. Zusammen mit der nach Anfall berechneten ständigen Überwachung der Bauarbeiten wird man deutlich über 15 000 Euro dafür aufwenden müssen, gab Bürgermeisterin Schießer bekannt. Sie informierte außerdem, dass im Kindergarten durch kleine Umbauten eine notwendige neue Gruppe entsteht und Elmar Hofmann bat um Vorinformationen vom Straßenbauamt, wie die Umleitung wegen des Straßenausbaus nach Aura aussehen soll.