Das Wetter war der Baustelle im wahrsten Sinne des Wortes wohl gesonnen. Nach rund fünf Monaten sind die Arbeiten an den zwei neuen Wohnblocks am Friedhof so weit fortgeschritten, dass die Wohnungsbaugenossenschaft Hammelburg (WGH) nun Richtfest feiern konnte. Aber nicht nur die Wetterlage ist für die WGH günstig.

"Wir haben keine Sorge, dass wir die Wohnungen an den Mann und die Frau bringen werden", sagte Armin Warmuth (CSU), Bürgermeister von Hammelburg und Vorstandsmitglied bei der WGH. Für die neuen Mietwohnungen gibt es bereits eine Warteliste. Laut Warmuth wird die WGH in den kommenden Wochen eine Auswahl treffen.

Warmuth gab beim Richtfest einen kurzen Abriss zu dem Bauvorhaben: Mit rund 4,2 Millionen Euro ist es das größte Projekt der WGH. Die Arbeiten liegen im Zeitplan. Das erste der beiden Mehrfamilienwohnhäuser soll im April oder Mai 2019 bezugsfertig sein, das zweit im Spätsommer oder Herbst 2019.

Wie WGH-Geschäftsführer Marco Lummel am Rande erklärte, hat der Innenausbau im ersten Haus bereits begonnen. Er erfolgt in Trockenbauweise. In dem Gebäude sind auch bereits alle Fenster eingebaut. Mit etwas Verzug folgt das zweite Gebäude, da dort die selben Bauunternehmen am Werk sind.

Nun steht auch fest, dass die Wohnblocks begrünte Dächer bekommen. "Damit soll der ökologische Aspekt berücksichtigt werden", sagte Warmuth.

Die zwei neuen Gebäude zwischen Friedhof und Adolf-Kolping-Straße werden insgesamt zwölf Drei-Zimmer-Wohnungen, zwölf Zwei-Zimmer-Wohnungen und vier Penthouse-Wohnungen bieten. Die Gäste des Richtfests, darunter CSU-Landtagsabgeordneter Sandro Kirchner und Stellvertretende Landrätin Monika Horcher (Grüne), konnten das erste Haus besichtigen. Zuvor lobte Kirchner die Bemühungen der Stadt für das Projekt: "Bauen kann man nur, wenn Grundstücke zur Verfügung stehen." Kirchner erinnerte daran, dass auch in einer ländlichen Gegend ein Angebot an Wohnungen wichtig ist.

Nachdem Klaus Hayer, Geschäftsführer des Bauunternehmens Bindrum, seinen Segenswünsche ausgesprochen hatte, ließen die Gäste sich bei dem Rundgang von Architekt Marcus Seifert und dem WGH-Geschäftsführer die Wohnungszuschnitte erklären. Die Gäste waren besonders auf die Aussicht aus einer der Penthouse-Wohnungen gespannt. Auch für diese gibt es ein großes Interesse von potenziellen Mietern, wie zu vernehmen war.