Wartmannsroth bekommt keine Tankstelle. Mit 3:11 Stimmen lehnten die Räte dieses Vorhaben ab. Der Antragsteller wollte für diesen Zweck ein etwa 1000 Quadratmeter großes Grundstück von der Gemeinde Wartmannsroth erwerben. Das liegt am Ortseingang, unterhalb des Baugebiets Am Häg. Während Bürgermeister Jürgen Karle (FWG) sich anhand eines Beispiels in Motten durchaus für ein solches Projekt erwärmen konnte, hatten etliche Räte Bedenken gegen das Vorhaben. "Die Wohnnachbarn im Häg werden nicht begeistert sein", vermutete Joachim Lutz (WG Wartmannsroth).


Ohne Personal

Astrid Mützel (WG Heiligkreuz) konnte zwar Karles Überlegung zur "Aufwertung des Ortes" noch folgen, wandte aber mit Blick auf die interessierten Besucher dieser Gemeinderatssitzung ein: "Wenn ich dort wohnen würde, dann wäre ich nicht begeistert." Jetzt zog auch Karles Argument hinsichtlich seiner im Vorfeld mit dem Landratsamt Bad Kissingen geführten Gespräche nicht. Da sei nämlich festgestellt worden, dass keine Bedenken hinsichtlich Immission zu erwarten seien. Zusätzliche Arbeitsplätze hätte es ohnehin nicht gegeben, denn die Tankstelle wäre ohne Personal auf der Basis bloßer Kartenabrechnung betrieben worden.


Bauhof fast fertig

Der neue Bauhof der Gemeinde Wartmannsroth im Schwärzelbacher Gewerbegebiet Limpelbach ist schon fast vollendet. Was ihm noch fehlt, das ist zum Beispiel eine Bodenplatte, die als Untergrund für den Waschplatz dienen soll. Verschoben wurde jetzt die Auftragsvergabe, weil der beteiligte Architekt zurzeit wegen Überlastung im Stress sei, so Karle. Der Waschplatz sei wichtig, um die gemeindeeigenen Fahrzeuge nach deren Dienst von der Verschmutzung zu reinigen, erläuterte Karle. Dies erhalte den Wert der Einsatzfahrzeuge. Um einen baldigen Auftrag zur Dachsanierung des Gemeinschaftshauses in Waizenbach vergeben zu können, beschlossen die Räte, Bürgermeister Karle und dessen Vertreter Roland Brönner (FWG Schwärzelbach) die Ermächtigung zur Auftragserteilung zu gewähren.
Im Rahmen der Modernisierung der Straßenbeleuchtung mit Umschaltung auf stromsparende und leuchtkräftige LED-Leuchten ging ein Auftrag in Höhe von rund 111 000 Euro an "Bayernwerk-Energiedienstleister Licht GmbH", der mit 13:1 Stimmen beschlossen wurde. 33 Lichtmasten werden auf die LED-Leuchte Italo 1 umgerüstet. Als wartungsfreundlich und effizient mit vierfacher Lichtausbeute bezeichnete der beratende LED-Straßenlicht-Geschäftsführer Markus Schüller diese neue Leuchte. Ein entsprechender Förderantrag werde gestellt, bestätigte Schüller.
Im Windheimer Klingenbach soll der Wasserstau beseitigt werden, kündigte Karle nach seiner Rücksprache mit dem Wasserwirtschaftsamt an. Dann soll ein Landschaftsplaner sein Augenmerk darauf richten, hofft er auf hohe Förderaussichten. Im Blickfeld des Bürgermeisters sind auch fällige Sanierungsmaßnahmen für das Schwärzelbacher Sportheim. Dort habe es kürzlich einen Ortstermin mit den ansässigen Vereinen gegeben. Gelder aus der Dorferneuerung und Eigenleistungen aus den Vereinen, an denen nicht vorbei geplant werde, könnten dem Sanierungsprojekt auf die Beine helfen. Keine positive Rückmeldung erhielt Karle von den Räten, als er sich nach einem Kandidaten für das Ehrenamt "Jugendbeauftragter" unter ihnen umschaute.