In einem Antrittsbesuch stellte sich der neue Manager der Allianz Fränkisches Saaletal, Holger Becker, in der Gemeinderatssitzung vor. Im Rahmen seiner Präsentation beantwortete der 42-jährige Diplomgeograf auch Fragen der Räte zu vorgesehenen Projekten.
Gisela Berger bezweifelte Erfolge bei der Sicherung der hausärztlichen Versorgung. "Hier bedarf es der Unterstützung durch die Politik", glaubt die Gemeinderätin. Becker verwies darauf, dass die angesprochenen Ärzte sich in drei Wochen treffen und sich dazu äußern, "wo die Reise hingeht". "Die Ärzte müssen ihr Know how einbringen. Die Kommunen können nur Möglichkeiten aufzeigen und flankierende Unterstützung geben. Uns sind die Hände gebunden", merkte Bürgermeisterin Patricia Schießer an.


Inspektionsleiter dabei

Zur Frage von Christian Rost zur Schaffung und Überwachung des Parkraumes will sich Becker in der kommenden Woche mit Vertretern der Gemeinden zusammensetzen um verschiedene Varianten zu erörtern. Bei diesem Treffen ist auch der Leiter der Polizeiinspektion Hammelburg, Alfons Hausmann, zugegen.
In einer schriftlichen Eingabe kritisierte der ehemalige Verwaltungsleiter, Dieter Brand, die angeblich fehlende Gleichbehandlung des Eigenanteils von Anwohnern bei Straßenausbaumaßnahmen und äußerte Zweifel am Status des hauptamtlichen Bürgermeisters im Markt. Das Ratsgremium war der Ansicht, dass die Themen schon in früheren Sitzungen erörtert wurden, somit nichts Neues sind und keinen Handlungsbedarf erfordern.
Eine Absage der Gemeinde zur Eigenbeteiligung an der Planung des Hochwasserschutzes ergeht an das Wasserwirtschaftsamt. Eine Entwurfsplanung für das 5,2-Millionen-Euro-Projekt lag vor sechs Jahren auf, von der der Rat damals Abstand nahm. Mit einmütigen Beschluss lehnte der Markt ein Einzelprojekt zugunsten einer Kooperation mit den Allianz-Gemeinden erneut ab.
Als Sicherheits- und Gesundheitskoordinator für den Rathausneubau entschieden sich die Räte mehrheitlich für den Hammelburger Helmut Cornielje, der zum Preis von rund 7200 Euro diese Aufgabe übernimmt. Ebenso passierte die Erweiterung eines Bodengutachtens beim Rathaus-Neubau, das von dem bereits beauftragten Bamberger Büro erstellt wird.
Den Förderantrag der Caritas unterstützt Euerdorf mit 50 Cent pro Einwohner. Diesen Betrag erhält auch das Seniorenheim der Philippischen Stiftung. Der Bauantrag zur Sanierung und Umbau eines bestehenden Einfamilienhauses am Fußpfad passierte einstimmig, wie auch die Verdichtung von vier gemeindeeigenen Grundstücken an der Bundesstraße.
Bei der Auswahl der Straßenbeleuchtung im Baugebiet "Am Steinbruch", entschied sich der Marktgemeinderat für das sieben Meter hohe Modell "Teceo". Die durch Spurrinnen beschädigte Kreisstraße 4 will das Straßenbauamt mit dem Ausbau des Sulzthaler Kreisverkehrs erneuern. Bis dahin gilt eine Geschwindigkeitsbeschränkung von 60 km/h.


Thema Friedhof

Zur Neugestaltung des Euerdorfer Friedhofs schlug die Bürgermeisterin sechs Urnen-Erdgräber und eine Baumpflanzung neben der Kapelle vor. Sie warb zudem für mehr Rasenflächen im Friedhof um der derzeitigen Verunkrautung vorzubeugen. Guntram Gock erinnerte daran, dass der Gottesacker im Ortsteil Wirmsthal ebenfalls Gestaltungsmaßnahmen benötigt.
Ein vom ehemaligen Gemeinderat Peter Moritz verfasstes Schreiben der Anwohner der südlichen Ringstraße übergab Jochen Huppmann. Die Anlieger befürchten durch die wegen des Rathausneubaus bedingte Sperrung der Hammelburger Straße Schäden und Lärmbelästigungen. Schießer informierte, dass der Schwerlastverkehr großräumig umgeleitet wird, vermehrter Pkw-Verkehr ist allerdings zu erwarten.