Moritz leitete das Offizieranwärter-Bataillon zwei Jahre lang. In seine Dienstzeit fiel die Erweiterung des Bataillons um eine zusätzliche dritte Kompanie. Moritz würdigte beim Übergabeappell die Zusammenarbeit und das Zusammenwachsen der drei Kompanien. In den zwei Jahren nahmen fast 1000 Soldaten des Heeres und der Streitkräftebasis an dem sechsmonatigen Offizieranwärterlehrgang teil. Außerdem fanden unter der Führung von Moritz zehn Lehrgänge "Überleben im Einsatz" für den Offizier- und Feldwebelnachwuchs statt.

Moritz habe "die Einheitlichkeit in Denken und Handeln und einen enormen Identifikationsgrad" innerhalb des Bataillons erzielt, lobte Oberst Peter Utsch, Leiter Lehre und Ausbildung an der Infanterieschule. Dass unter den Offizieranwärter künftige Inspekteure, Divisions- und Brigadekommandeure sind, erwähnte Brigadegeneral Gert-Johannes Hagemann.

Der neue Bataillonskommandeur, Manfred Scholl, stammt aus Dinkelsbühl. Er trat 1990 in die Bundeswehr ein. Seine erste Station war das Panzerbataillon 304 in Heidenheim. Später war er unter anderem Staffelkapitän bei der Heeresfliegerversorgungsstaffel 255 in Laupheim und Hörsaalleiter an der Offizierschule des Heeres in Dresden.

Scholl hat den Lehrgang für den Generalstabsdienst absolviert. Der 44-jährige Oberstleutnant war vor der Übernahme des Bataillonskommandos zuletzt zwei Jahre lang Dezernatsleiter Operative Expertise im Multinationalen Kommando Operative Führung in Ulm.