Da es um die Dorferneuerung in diesen Orten ging, war die Teilnehmergemeinschaft in die Sitzung des Gemeinderates einbezogen. Die Details waren bereits in Arbeitskreisen ausgearbeitet worden. So gab es jetzt weitgehende Einigkeit, wie Abstimmungsergebnisse zeigten.

Planer Valtin Dietz fasste in der Sitzung die Umgestaltung des Rathausplatzes zusammen: "Abriss des alten Schulhauses samt Gewölbekeller, Abriss der ehemaligen Landwirtschafts- und Nebengebäude, Abriss des Brunnens an der Ortsdurchfahrt, verbesserte Zufahrt und barrierefreier Zugang, optische Auflockerung mit Grünstreifen, Sichtverbindung zwischen Rathausplatz und Ortsdurchfahrt durch eine Mauer mit Durchbrüchen oder einen Zaun." Durch das vergrößerte Areal soll ein Freiraum für kreative Gestaltungsmöglichkeiten wie zum Beispiel ein Atrium für Theater und Konzerte entstehen.

Außerdem soll der Kinderspielplatz am Häg in die unmittelbare Nähe des Rathausplatzes rücken und neu ausgestattet werden. Den Kostenrahmen umriss Bürgermeister Jürgen Karle mit etwa 700 000 Euro für den Rathausplatz und 370 000 Euro für den Spielplatz. Allerdings sei davon die zu erwartende Eigenleistung der Helfer und vor allem die Förderung des Amts für Ländliche Entwicklung (ALE) abzuziehen.

"Es wird wegen der Hanglage des rund 2000 Quadratmeter großen Geländes nicht gerade billig werden", sagte Karle. Vorrang bei der Bauausführung habe der Rathausplatz.

Als gute Idee, wie es Stefan Schottdorf (WG Waizenbach) bezeichnete, fanden die Räte die Verlagerung des Spielplatzes in Völkersleier in die Nähe des dortigen Dorfplatzes. Besucher von Festen könnten dann auf dem alten Spielplatz parken. Ansonsten blieb es bei der Planung: Abrisse des ehemaligen Bankgebäudes und eines Teils der benachbarten Scheune, Verlagerung des Brunnens an den Rand des Dorfplatzes, zusätzliche Sitzgelegenheit an der Kirchenmauer, neue Treppe zum oberen Teil des Feuerwehrhauses.

Dietz erklärte: "Wichtig sind auch die kurzen Wege und die Verkehrssicherheit an der Ortsdurchfahrt." Erleichtert war Karle, dass der Kostenrahmen unter 900 000 Euro bleibe.
Der Standort der KOB-Bushaltestelle am Rathaus in Wartmannsroth habe sich weiterhin als ideal erwiesen, sagte Karle. Eine weitere Haltestelle ist am alten Feuerwehrhaus und schräg gegenüber in den Plan eingetragen. Die Räte waren einverstanden. Zurzeit sei die Kanalsanierung zu Gange, erklärte Karle. Mit dem Ausbau der Ortsdurchfahrt sei aber nicht vor 2020 zu rechnen.

Damit der Einsatz von Schulbussen besser koordiniert werden kann, müssen die Schüler an den Nachmittagen während der Wartezeiten etwas länger betreut werden. Die Räte stimmten dem finanziellen Mehraufwand von 4650 Euro für das kommende Schuljahr zu.
"Der eigentliche Zweck wurde nicht erreicht", stellte Karle zur gemeindlichen Bauförderung fest. Gemeint war die finanzielle Unterstützung, mit der der Erwerb von leer stehenden Gebäuden in den Ortsmitten attraktiv gemacht werden sollte. Es sei besser, das Geld in Rücklagen für Härtefälle zu investieren, statt mit der finanziellen Gießkanne zu arbeiten.