Eine Einweihungsfeier würdigte das jetzt mit einigen Monaten Verspätung.

Auslöser für die umfassende Investition im vergangenen Jahr war ein schon lange geplantes Projekt: die Modernisierung des Abwassersystems. Bisher hatte jedes Anwesen eigene Grubenanlagen. "Das entsprach nicht mehr den Anforderungen des Gewässerschutzes", sagte Birgit Imhof vom Wasserwirtschaftsamt Bad Kissingen.

Ein Anschluss an die Kläranlage in Hammelburg sei aufgrund der Topographie nicht möglich gewesen. Statt Kleinkläranlagen für jedes einzelne Anwesen fiel die Wahl auf eine gemeinsame Kleinkläranlage. Daher musste auch ein neuer Sammelkanal gebaut werden, der das Abwasser in die Kleinkläranlage am Ortsrand führt. Dort wird das Abwasser gereinigt und in den Rechbach geleitet. Betreut wird die Anlage vom Abwasserzweckverband Thulba Saale, also vom Personal der Hammelburger Kläranlage.

Mit 80 000 Euro förderte der Freistaat über das Wasserwirtschaftsamt den Bau. Dabei wurde auch die Oberflächenentwässerung neu geregelt. Die Gesamtinvestition lag laut Bürgermeister Armin Warmuth (CSU) bei rund 380 000 Euro. Denn es kam noch mehr dazu: die Erneuerung der Wasserleitung, Breitband-Internet, neue Straßenbeleuchtung.

Der Platz um das Brunnenhäuschen in der Ortsmitte wurde gepflastert, der Brunnen selbst hat eine elektrische Pumpe bekommen, damit er wieder läuft. Die Jagdgenossenschaft Obererthal beteiligte sich mit 5000 Euro, wie Warmuth erklärte. Um den Bildstock am Ortseingang wurde ein kleiner Ruheplatz mit Bänken angelegt. Der Stromversorger ließ außerdem Erdkabel verlegen. Nach den Arbeiten im Untergrund wurde die Straße erneuert.

Von erheblichem Aufwand bei Planung und Organisation des Vorhabens sprach der Bürgermeister. Die Investition pro Kopf fällt aufgrund der geringen Einwohnerzahl von zehn Bewohnern hoch aus, rechnete Warmuth vor. Dennoch sagte er: "Es ist wichtig, kleine Weiler nicht leer stehen zu lassen."